Sport : Hockey-Zweitligist bewirbt sich um Deutsche Meisterschaft

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Soeben haben die Hockeyspieler des Berliner SC mit Mühe und Not in der Regionalliga Ost den Klassenerhalt geschafft. Es gehört zu den Kuriositäten dieser Sportart, dass sie sich damit für die neu geschaffene Zweite Liga qualifizierten. Als Nächstes wollen die Berliner nun die Deutsche Meisterschaft: Der Verein kann sie freilich nicht gewinnen, doch er hat sich um die Ausrichtung beworben. Anfang Februar 2001 findet die Hallen-Endrunde statt.

Die Idee stammt vom Frauenteam des BSC. Vier Spielerinnen und Manager Dieter Schuermann fuhren zur diesjährigen Endrunde nach Essen. "Wir waren so begeistert, dass wir einfach mal angefangen haben zu spinnen", sagt Schuermann. Das Resultat: die Bewerbung, viele Ideen für das Rahmenprogramm und als Austragungsort die Max-Schmeling-Halle. Darin finden 7800 Zuschauer Platz, nur rund 4000 kamen aber in den letzten Jahren zu den Endrunden. "Wir wollen versuchen, die Halle voll zu bekommen", meint Schuermann. Den Kreis der Berliner Hockey-Interessierten schätzt er auf fünf- bis siebentausend. Hinzu kommen die Fans der Endrundenteilnehmer und "ein Riesenpotenzial an Zuschauern aus ganz Deutschland, die zu jeder Endrunde fahren". Ein Angebot mit Hotelübernachtung und Theaterbesuch soll die Hauptstadtreise weiteren Besuchern schmackhaft machen.

Neben dem BSC hat Rüsselsheim eine Bewerbung eingereicht. Auch Hannover hat Interesse, allerdings ist heute Bewerbungsschluss. Den Verantwortlichen des DHB hat es besonders die Berliner Spielstätte angetan. "Mit der Schmeling-Halle hat Berlin gute Karten. Das würde ein tolles Ereignis werden", glaubt Walter Lonnes, Vizepräsident beim DHB. Das Land Berlin hat schon Zustimmung signalisiert. Allerdings muss noch Einigkeit mit den Basketballern von Alba erzielt werden, die ein Spiel-Vorrecht in der Halle besitzen. Als Alternative hat der BSC das Horst-Korber-Zentrum angemeldet.

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