Sport : Hölzl macht Hoffnung

Dritte im Alpin-Weltcup – Kircheisen siegt

249559_0_ea6e32d4.jpeg
Foto: dpa

Berlin - Nach fast zwei Jahren Wartezeit hat Kathrin Hölzl den ersehnten zweiten Podestplatz ihrer Karriere eingefahren. Die Skirennfahrerin aus Bischofswiesen wurde beim Riesenslalom-Weltcup im slowenischen Maribor mit einem Rückstand von 0,92 Sekunden auf die siegreiche Lokalmatadorin Tina Maze Dritte. „Das ist für mich ganz viel wert, weil ich ewig lange gewartet habe nach meinem zweiten Platz in Lenzerheide. Und nachdem es die letzten Rennen nicht so gut gelaufen ist, freut es mich jetzt umso mehr, dass es wieder gut läuft“, sagte die erleichterte Hölzl. Bisher hatte es nur zu einem Ergebnis unter den zehn Besten gelangt. Ihre Teamkollegin Maria Riesch belegte Rang zwölf und bleibt im Gesamtweltcup vorne. „Insgesamt habe ich mir ein bisschen mehr erwartet für das Rennen hier, aber ein bisschen ist es auch und besser als gar nichts“, sagte die 24-Jährige.

Thomas Florschütz aus Riesa hat den Zweierbob-Weltcup in Königssee gewonnen. Mit Anschieber Marc Kühne verwies der WM-Zweite den Schweizer Ivo Ruegg um sechs Hundertstelsekunden auf Platz zwei. Olympiasieger André Lange landete mit Ersatzanschieber Matej Juhart in 1:39,49 Minuten auf Rang sieben. Florschütz profitierte von der Disqualifikation des führenden Kanadiers Pierre Lueders, dessen Bob zu schwer war. „Das Gesamtpaket bei mir stimmt“, sagte Florschütz.

Björn Kircheisen hat am Samstag im italienischen Val di Fiemme Geschichte geschrieben. Der deutsche Kombinierer gewann den letzten Massenstart-Weltcup in seiner Sportart. Nach Platz zwei hinter dem Norweger Magnus Moan im Zehn-Kilometer-Lauf gelang dem Sachsen auf der Schanze in Predazzo eine Punktlandung. Um zu gewinnen und den überragenden Springer Bernhard Gruber noch zu bezwingen, musste Kircheisen 130 Meter weit fliegen. Genau diese Weite schaffte er und konnte sich anschließend über seinen zweiten Saisonsieg freuen. Am Ende hatte Kircheisen 0,5 Punkte Vorsprung vor Gruber. Dritter wurde der Norweger Jan Schmid. „Es passte alles im zweiten Durchgang, ich bin total happy“, sagte Kircheisen. Tino Edelmann belegte Platz acht, Sebastian Haseney Platz zwölf, Ronny Ackermann kam nur auf Rang 25. Der Massenstart fällt der Weltcup-Reform in der Kombination zum Opfer.

Während Skiflug-Weltmeister Gregor Schlierenzauer beim Weltcup am Kulm siegte, haben die deutschen Skispringer nach der guten Vierschanzen-Tournee einen Dämpfer hinnehmen müssen. Der Österreicher löschte im Finale mit einem Flug auf 215,5 Meter den sechs Jahre alten Schanzenrekord von Sven Hannawald und verwies den zur Halbzeit führenden Schweizer Simon Ammann auf Rang zwei. Der gesundheitlich leicht angeschlagene Martin Schmitt kam als Bester des deutschen Sextetts nur auf den 13. Rang. „Ich fühle mich kraftlos, mir fehlt die Frische“, sagte Schmitt. Zwar steigerte er sich im zweiten Versuch auf 191,5 Meter, doch zufrieden war er damit nicht. „Am Sonntag müssen wir technische Fehler abstellen“, sagte Bundestrainer Werner Schuster.dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben