Sport : Hoeneß gegen Daum: Der Auslöser war ein Beitrag in der Münchner "Abendzeitung"

Auslöser für die neuerliche Diskussion um die bereits beschlossene Amtsübernahme von Christoph Daum als deutscher Fußball-Nationaltrainer war ein Beitrag der Münchner "Abendzeitung" (Ausgabe vom 2./3. Oktober). Darin wird Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß mit seinen Vorstellungen zu diesem Thema zitiert. Inzwischen hat Hoeneß einen Teil der Aussagen zurückgenommen. Von Erpressungsversuchen und Prostitution habe er nicht gesprochen, sagt er: "Dieses Zitat ist nicht korrekt."

In dem Beitrag der "AZ" wird Uli Hoeneß wie folgt zitiert

"Es geht darum, was sich in den letzten sechs Monaten ereignet hat um Herrn Daum, um sein privates Umfeld, seine Werbeverträge, um Erpressungsversuche und Prostituierte, wovon er ja selber gesprochen hat, um all die Scheiße geht es, um seine Außendarstellung und um die Frage, ob das alles dazu geeignet ist, der oberste Trainer in einem Land wie Deutschland zu sein." (...)

"Erstens hat sich eine Menge verändert, das private Umfeld des Herrn Daum ist nicht gerade nach vorne getragen worden. Zweitens: Bis heute hat man sich meines Wissens nicht über die finanziellen Bedingungen geeignet. Drittens hat sich gezeigt, dass die Lösung Völler/Skibbe durchaus eine Alternative ist. Es wird ja wohl möglich sein, über einen noch nicht unterschriebenen Vertrag nachzudenken."

"Ich kann doch neue Erkenntnisse haben. Und wenn ich glaube, dass da eine falsche Entscheidung ist, dann muss ich das sagen. Ich habe im Fall Ribbeck geschwiegen. Das habe ich mir zum Vorwurf gemacht. Kalle Rummenigge denkt genauso wie ich."

"Wenn das alles Fakt ist, worüber geschrieben wurde, auch unwidersprochen über den verschnupften Daum, dann kann er nicht Bundestrainer werden. Ich habe noch keinen Beweis. Aber wenn ihn einer erbringt, mache ich das nicht mit. Wenn sie es trotzdem machen, ist es okay. Aber mir kann dann keiner den Vorwurf machen, dass ich wider besseres Wissen mein Maul nicht aufgerissen habe."

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