Sport : Hörster geht es gut

Leverkusens 3:1-Sieg macht den Bayer-Trainer wieder froh

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Leverkusen (dpa). Weltmeister Lucio hat Bayer Leverkusen im Abstiegskampf der FußballBundesliga wieder Leben eingehaucht. Der Brasilianer sorgte beim 3:1 (1:1)-Erfolg gegen Arminia Bielefeld mit zwei Toren für die Wende, nachdem er den Gästen vor 22 500 Zuschauern in der ausverkauften Bayarena durch ein dummes Foul die Führung geschenkt hatte. Ansgar Brinkmann verwandelte den Elfmeter. Doch nur vier Minuten später glich Lucio mit einem Freistoß aus und sorgte mit einem ebenso fulminanten Weitschuss für die Führung. Alles klar machte Hanno Balitsch, der Bayer bis auf einen Punkt an Borussia Mönchengladbach auf dem rettenden 15. Tabellenplatz und zwei Zähler auf den 13. Arminia Bielefeld schoss.

Die Arminen spielten zu diesem Zeitpunkt nur noch mit zehn Mann: Ansgar Brinkmann hatte in der 63. Minute die Gelb-Rote Karte bekommen. „Ich danke Gott, dass ich nach dem verschuldeten Elfmeter noch zweimal getroffen habe und wir endlich mal wieder gewonnen haben“, meinte Lucio nach dem ersten Sieg im vierten Versuch. „Beim Elfmeter bin ich zu spät gekommen.“ Ganz und gar nicht zum Lachen war Gelb-Rot-Sünder Brinkmann: „Ich ärgere mich, meiner Mannschaft geschadet zu haben. Aber das ist Abstiegskampf, da sollte der Schiedsrichter auch mal die Augen zudrücken.“ Selbstkritik übte auch Bielefelds Torhüter Mathias Hain: „Beim zweiten Treffer war ich am Ball; den hätte ich halten müssen.“

Leverkusen, das auf seine verletzten Nationalspieler Bernd Schneider und Oliver Neuville verzichten musste, spielte offensiv und beherzt. „Trotz der Wechsel haben wir die Taktik nicht geändert“, sagte Trainer Thomas Hörster, der Neuville-Ersatz Franca sowie Daniel Bierofka und Dimitar Berbatow stürmen ließ.

Bielefeld formierte dagegen die Defensive und hatte mit der Igeltaktik in der ersten halben Stunde Erfolg, zumal die dominierenden Hausherren bei Chancen durch Carsten Ramelow, Lucio oder Bierofka kein Glück hatten. Als Artur Wichniarek beim ersten ernsthaften Angriff der Gäste in den Strafraum stürmte, stürzte er über den ungeschickt eingreifenden Lucio. Den Elfmeter verwandelte Brinkmann sicher und mit brachialer Gewalt.

Die Freude über die Führung währte bei den Bielefeldern nicht lange. Mit der ganzen Wut der eigenen Fehlleistung hämmerte Lucio nur vier Minuten später den Ball zum 1:1 ins Bielefelder Tor. Der Druck der Leverkusener wurde nach dem Seitenwechsel größer. Restlos bedient war Bielefelds Trainer Benno Möhlmann, der sich an der Seitenlinie wiederholt aufregte, als der unbeherrschte Ansgar Brinkmann Gelb-Rot sah.

Wenig später folgte der nächste Ärger, als Hansen die größte Chance der zweiten Halbzeit ungenutzt ließ – und Lucio sowie Balitsch den verdienten Bayer-Sieg perfekt machten. „Es geht mir sehr gut jetzt. Die drei Punkte waren für uns lebensnotwendig. Wir haben jetzt eine recht gute Ausgangsbasis vor unserem nächsten Spiel am kommenden Sonnabend in Hamburg“, sagte Leverkusens Trainer Thomas Hörster.

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