Sport : Hoffnungen trotz Fahrfehlers

Ski-Star Riesch auf dem Weg zu Spitzenplätzen

Pichl - Felix Neureuther hat beim Slalom-Weltcup auf der Reiteralm einen Platz in den Top Ten verpasst. Der Skirennfahrer aus Partenkirchen musste sich am Sonntag in Pichl bei Schladming mit dem elften Rang begnügen. Seinen ersten Weltcup-Sieg fuhr dagegen Marc Gini ein. Der Schweizer gewann in Österreich mit einem Vorsprung von 0,28 Sekunden vor dem Finnen Kalle Palander.

Auf Platz elf landete in Pichl auch Maria Riesch im Weltcup-Slalom der Frauen. Die Österreicherin Marlies Schild sicherte sich den Sieg, doch Riesch und ihre Kolleginnen hatten einen ganz guten Saisonauftakt. Denn gleich fünf von sieben Frauen des Deutschen Skiverbandes (DSV) holten Weltcup-Punkte – so viele wie bei keiner anderen Nation. Am besten schnitt dabei Riesch ab, trotz eines schweren Fahrfehlers. Sie nährte Hoffnungen auf baldige Spitzenplatzierungen.

„Man sieht, dass eine Menge Potenzial in der Mannschaft steckt. Noch ist es nicht voll ausgeschöpft“, sagte Frauen-Cheftrainer Mathias Berthold. Die viermalige Weltcup-Siegerin Riesch sieht sich selbst in guter Verfassung. „Dass es gleich zum Anfang der Saison so gut läuft, ist für mich ungewohnt, weil ich sonst immer Startprobleme hatte“, sagte sie. Mit einem Sicherheitslauf im zweiten Durchgang hatte sie die ersten Saison-Zähler erreicht. „Es ist gut zu wissen, dass ich schnell fahren kann.“ Die Bischofswiesener Riesenslalom-Spezialistin Kathrin Hölzl fuhr im dichten Schneetreiben von Rang 25 auf 16 vor. Nina Perner aus Karlsruhe verbuchte beim dritten Weltcup-Start als 20. ihr bestes Resultat. Monika Bergmann aus Lam auf Platz 22 und die Partenkirchenerin Fanny Chmelar als 24. holten ebenfalls Punkte.

In den nächsten Rennen will Riesch weiter nach vorne. Ähnlich wie bei ihrem Riesenslalom-Aus in Sölden vor zwei Wochen unterstrich die viermalige Weltcup-Siegerin mit herausragenden Teilzeiten ihre gute Form. „Sie hat einen großen Schritt gemacht“, lobte Berthold nach dem Slalom bei schwierigen Bedingungen mit mehr als anderthalb Metern Neuschnee, dichtem Schneetreiben und böigem Wind. dpa

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