Sport : Hollywood in der Provinz

Zwischen dem Management und dem Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg gibt es nach Informationen der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" einen Streit um die Zukunft von Trainer Wolfgang Wolf. Einige Mitglieder des Aufsichtsrates sollen sich gegen Wolf und für die Verpflichtung von Jürgen Röber zur neuen Saison ausgesprochen haben. Die dreiköpfige Führung des Aufsichtsrates wies dies am Dienstag in einer Stellungnahme zurück.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de "Trainer Wolfgang Wolf leistet erfolgreiche Arbeit. Daher gibt es keinen Anlass für uns, die bestehende Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Verein infrage zu stellen", sagte der Aufsichtsrats-Vorsitzende Lothar Sander. Wolf hat noch einen Vertrag bis 2003. Dieser enthält nach Angaben der Zeitung aber eine Option, wonach der Verein bis zum Stichtag 31. März den Kontrakt zum Saisonende lösen kann. Manager Peter Pander sagte am Dienstag: "Herr Wolf hat einen Vertrag bis 2003 und ich sehe keine Situation, darüber neu nachzudenken." Zu der Ausstiegsklausel wollte sich der Manager nicht äußern: "Es ist Praxis der Geschäftsführung, sich nicht zu Vertragsdetails zu äußern." Wenn jemand darüber spreche, "verhält er sich vereinsschädigend".

Wolf war zuletzt im Herbst vergangenen Jahres in die Schusslinie geraten, als der VfL zwischenzeitlich sogar Tabellenletzter war. Schon damals gab es Gerüchte, dass der VfL mit anderen Trainern verhandelt. Nach Angaben der "WAZ" soll auch mit Röber, zu der Zeit noch Trainer von Hertha BSC, gesprochen worden sein. Auch die "Bild" hatte wiederholt von einer möglichen Verpflichtung Röbers berichtet. Der VfL-Aufsichtsrats-Vorsitzende Sander sagte dazu: "Falschmeldungen werden auch durch ständiges Wiederholen nicht wahrer."

Der 48-Jährige Röber wurde auch mit WM-Teilnehmer Nigeria in Verbindung gebracht. In der "Berliner Morgenpost" dementierte Röber allerdings ein bevorstehendes Engagement. "Ich werde bei der WM als Beobachter sein, aber definitiv nicht als Trainer und nicht mit Nigeria", sagte er.

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