Sport : Hoppegarten: Der Beste wird Vierter

Hartmut Moheit

Berlin - Diesen Ritt wird Torsten Mundry so schnell nicht vergessen. Wohin er Konqueror, den vierjährigen Fuchshengst, in der entscheidenden Phase des Rennens über 1600 Meter auch lenkte, es gab kein Durchkommen. „So ist der Beste im Feld nur auf Platz vier gekommen. Ich als Profi kann das wegstecken, aber für das Pferd tut es mir sehr leid“, sagte der Stalljockey des Warendorfer Trainers Peter Rau. Was für das favorisierte Reiter- Pferd-Paar zum Reinfall wurde, machte den ersten Saisonrenntag auf der Galopprennbahn in Hoppegarten erst brisant. Der hochgewettete Konqueror dominierte nicht, der vermeintlich schärfste Kontrahent Picador mit Jozef Bojko im Sattel brach ein, dafür wurde der zum Kurs von 71:10 gestartete Esparanto von Andreas Helfenbein hauchdünn vor den Außenseitern Spy Glass und Abrafax zum Erfolg geführt.

Nach den acht Rennen vor knapp 6500 Zuschauern konnten die Veranstalter einen recht guten Wettumsatz von 172 000 Euro verbuchen – zur Erleichterung des neuen Hoppegarten-Eigentümers Gerhard Schöningh. „Ich bitte noch um Geduld, bis das Neue wirklich sichtbar wird“, sagte er. Für Geschäftsführer Andreas Neue war dieser Renntag „im Prinzip ein Lerntag für uns alle“. Es gelte noch an vielen Details zu arbeiten, bis Hoppegarten wieder den Glanz seiner großen Zeiten ausstrahlen kann.

In einem Rennen der Dreijährigen, die den Derby-Jahrgang repräsentieren, hatte auch Torsten Mundry sein Erfolgserlebnis. Er holte seinen vierten Saisonsieg. Mit dem bei Hans-Jürgen Gröschel trainierten Totti gewann er über 1800 Meter. Im zweiten Maidenrennen über 1400 Meter war der von Marvin Suerland gerittene Jive der Schnellste. Hartmut Moheit

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