Sport : Idee für Millionen

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Auch naheliegende Erkenntnisse brauchen manchmal Zeit. Am Donnerstag hat der Präsident des Deutschen Skiverbandes, Alfons Hörmann, verkündet, dass München im Falle einer erneuten Bewerbung für Olympische Winterspiele mit Ruhpolding planen wird. Darauf hätte man auch eher kommen können.

In der gescheiterten Bewerbung für 2018 war für Biathlon und Langlauf noch Garmisch-Partenkirchen vorgesehen. Die Suche aber nach einem geeigneten Platz im Werdenfelser Land gestaltete sich als schwierig, schließlich war München 2018 mit dem Gut Schwaiganger ins, wie man inzwischen weiß, aussichtslose Rennen gegangen. 27 Millionen Euro hätte der Bau temporärer Sportanlagen auf dem historischen Gestüt bei Garmisch-Partenkirchen verschlungen, dieses Geld und den Ärger mit den Naturschützern könnte sich eine erneute Bewerbung nun sparen. In Ruhpolding bestehen die Anlagen für Biathlon und Langlauf längst.

Das neue Konzept hat zwar auch Nachteile, aus einer Zwei-Cluster-Bewerbung wird eine mit drei Standorten. Auch ist es ungewöhnlich, wenn die Nordischen Sportarten nicht an einem Ort stattfinden. Die Nordische Kombination und Skispringen sollen ja in Garmisch bleiben. Dafür gewinnt die Bewerbung an Nachhaltigkeit – und damit womöglich auch an Zustimmung. Wie sehr, wird sich am 30. September bei der Abstimmung im Deutschen Olympischen Sportbund zeigen. Und am 10. November, wenn die Bevölkerung in München, Garmisch-Partenkirchen, Ruhpolding und Berchtesgaden über eine erneute Bewerbung abstimmt.

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