Sport : Im fünften Ring: Zu warm - zu wenig Schauer

Helmut Schühmann

Das Wetter. Zweiter Teil. Seit Tagen scheint die Sonne über Sydney. 25, 26, 27, 28 Grad, kein Problem. Mittwoch 30 Grad. Keine Wolken. Nicht ein Wölkchen. Leichter Wind aus Südwest, kaum mehr ein Lüftchen. Abends sitzen die Menschen hier im fünften Ring immer noch draußen, was Nikotinentwöhnung unmöglich macht. Und wäre es kalt, müssten die Menschen drinnen sitzen und dort dürfen sie bekanntlich ja nicht rauchen. Das Wetter also ist schuld.

Diese Draußen-Menschen verursachen mancherorts Probleme. Am Martin Place, wo alle Spiele der Spiele live übertragen werden, wird abends viel getrunken und viel geraucht. Dann, so sagt die Polizei, wird gepöbelt. Das ist nicht schön, die Polizei erwägt den Abbau der Live-Installation.

Ansonsten beschwert sich übrigens keiner mehr der europäischen Beobachter. Anfangs hatten sie ja furchtbar gemeckert, weil sie nachts nicht mit der Badehose durch Sydney laufen konnten, obwohl doch alle Bilder von Sydney nur Menschen mit Badehosen und Surfbrett unterm Arm zeigen. Nun laufen manche mit Badehose durch Sydney. Ein russischer Gast nicht. Der war angezogen, trug dafür ein Surfbrett unter dem Arm.

Nur der Sydneysider und die Sydneysiderin maulen. Fünf bis sechs Grad sei es zu warm für diese Jahreszeit - als ob es zu warm sein könnte. Und Mittwoch meldeten die Meteorologen einen baldigen Wetterumschwung. Sie taten das mit unverhohlener Freude. Am Donnerstag bestünde die Chance (!) auf Gewitter und Schauer. Die Chance. Es entsteht manches relativ hier unten. Hoffen wir für die Raucher, dass die Meteorologen Unrecht haben. Wir werden sehen.

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