Im Westen die Besten : Eisbären gewinnen in Iserlohn

Die Eisbären schließen eine erfolgreiche Auswärtsreise mit einem 4:2-Sieg in Iserlohn ab. Allerdings stießen sie auf erheblichen Widerstand.

Michael Topp[Iserlohn]
Eiskalt. Zwei Minuten vor Ende entschärfte Rob Zepp einen Penalty. Foto: Kleist-Heinrich
Eiskalt. Zwei Minuten vor Ende entschärfte Rob Zepp einen Penalty. Foto: Kleist-Heinrich

Der Westen ist für Berlin immer eine Reise wert: Nach einem 3:2 in Krefeld am Freitag gewannen die Eisbären am Sonntag in Iserlohn 4:2 (1:0, 2:2, 1:0) und kehrten mit optimaler Ausbeute aus Nordrhein-Westfalen zurück. In Iserlohn profitierten sie von drei Überzahltoren, hatten aber, trotz phasenweise souveräner Vorstellung und einer 3:0-Führung, erheblichen Widerstand zu brechen. „Iserlohn hat ein gutes Spiel gemacht, aber wir haben die wichtigen Tore geschossen“, fasste Trainer Don Jackson das Spiel zusammen.

Die Eisbären erwischten einen perfekten Start. Denn gleich der erste Schuss brachte die Führung. Derek Hahn traf in der vierten Minute im zweiten Versuch, nachdem sein erster Anlauf in der Iserlohner Defensive hängen geblieben war. Die Eisbären besaßen Vorteile in allen Belangen. Im ersten Drittel bekam Eisbären-Torwart Rob Zepp kaum etwas zu tun. Und als es einmal richtig brenzlig wurde und Cam Paddock aus dem Iserlohner Drittel einen Sololauf Richtung Berliner Tor startete, störte ihn Richie Regehr so sehr, dass die Scheibe am Pfosten vorbei rutschte. Auch beim ersten Iserlohner Überzahlspiel geriet der Kasten der Eisbären nicht ernsthaft in Gefahr. Hinzu kam eine konsequente Abwehrarbeit der Berliner, die aber ebenfalls nicht viel aus ihrer ersten Überzahlchance machten. Die 1:0-Pausenführung war jedoch verdient.

Doch im zweiten Drittel übernahmen zunächst die Hausherren das Kommando. Zweimal musste Rob Zepp gegen Paddock klären, zudem wehrte er einen Schuss von Shane Joseph ab. Iserlohn machte nun mächtig Druck und bereitete den Gästen einige Probleme. Aber die Eisbären überstanden diese Phase und schlugen eiskalt zurück, als sie 121 Sekunden lang mit zwei Spielern mehr auf dem Eis standen. War vor der Minikulisse von 1967 Zuschauern in der 34. Minute zunächst einem Treffer von Denis Pederson die Anerkennung verweigert worden, hatte Jacksons Team kurz darauf dann doch Grund zum Jubeln. Regehr fand mit seinem präzisen Schuss die kleine Lücke zwischen Pfosten und Torwartschoner. Und nur 51 Sekunden später, immer noch aus dem Powerplay resultierend, erhöhte Jimmy Sharow auf 3:0. Die Partie schien gelaufen. Zu souverän agierte Berlin, zu limitiert wirkten die Sauerländer.

Doch sie kamen kurz vor Ende des zweiten Drittels zurück ins Match, ebenfalls begünstigt durch eine doppelte Überzahl und ebenfalls innerhalb von 51 Sekunden, zweimal durch ihren Torjäger Michael Wolf. Das Match war wieder offen. „Es war ein Spiel, in dem Über- und Unterzahl eine große Rolle spielten“, analysierte Jackson. Daran sollte sich auch im letzten Drittel nichts ändern.

Berlin startete mit Überzahl in die letzten zwanzig Minuten. Wieder standen die Eisbären mit zwei Spielern mehr auf dem Eis, diesmal 122 Sekunden lang. Diese Chance ließen sie sich nicht nehmen. Mit einem mächtigen Schlagschuss traf Regehr in der 45. Minute zum 4:2 und sorgte damit für die Entscheidung. Aber es hätte noch einmal eng können, als die Roosters drei Minuten vor dem Ende einen Penalty erhielten. Doch Zepp stoppte Adrian Veideman.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben