Sport : Immer wieder Lutz Wagner?

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Herthas Manager Dieter Hoeneß fühlt sich von Lutz Wagner verfolgt. Der Schiedsrichter habe die Berliner mehrmals benachteiligt, sagte Hoeneß nach der Niederlage in Cottbus und nannte drei Beispiele aus der vergangenen Saison: in Nürnberg, gegen Bremen und in Koblenz. Was meint Hoeneß genau?

Nürnberg: Am letzten Spieltag schickt Wagner Herthas Verteidiger Josip Simunic schon in der 38. Minute mit Gelb-Rot vom Platz. Simunic war Stefan Kießling brutal in die Beine gesprungen. Hertha ärgert sich vor allem über die erste Gelbe Karte, die der Berliner Verteidiger nach 25 Minuten für ein eher harmloses Foul an Robert Vittek gesehen hat. Später schickt Wagner auch noch den Nürnberger Jan Polak vom Platz. Hertha verliert trotzdem 1:2.

Bremen: Wagner verwehrt den Berlinern gegen Werder einen klaren Elfmeter und ein weiteres Tor. Beim Stand von 1:0 versucht Yildiray Bastürk Werders Torhüter Andreas Reinke zu umkurven, als der ihn mit gestreckten Beinen zu Fall bringt. „Das war die Schlüsselszene des Spiels“, sagt Trainer Falko Götz. Auch das vermeintliche 2:0 durch Marko Pantelic erkennt Wagner nicht an: wegen Abseits. Die Fernsehbilder beweisen, dass der Schiedsrichter falsch liegt. In der Schlussphase erzielen die Bremer noch zwei Tore und gewinnen 2:1. „Die Bremer haben bis zum Schluss gekämpft, hatten aber auch Unterstützung durch den Schiedsrichter“, sagt Hoeneß. „15, 20 strittige Situationen hat Wagner gegen uns gepfiffen.“

Koblenz: Täuscht Hoeneß in diesem Fall die Erinnerung? Wagner war bei Herthas knappem Erstrundensieg im DFB-Pokal (3:2 n. V.) zwar in der Tat der Schiedsrichter, doch Unmut der Berliner über Wagner ist nirgendwo dokumentiert, nicht einmal im Live- Ticker dieses Spiels auf Herthas Internetseite. sth

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