Sport : In letzter Minute in den Uefa-Cup

Mit späten Toren schafft der VfB Stuttgart ein 2:0 gegen Lille

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Stuttgart (dpa). Der VfB Stuttgart hat ein auch wirtschaftlich bedeutendes Spiel nach dramatischen 90 Minuten gewonnen und sich mit dem Sprung in den Uefa-Cup dringend benötigte Zusatzeinnahmen gesichert. Zwei Wochen nach der 0:1-Niederlage beim OSC Lille triumphierte der Bundesligist im zweiten UI-Cup-Finale nach späten Toren von Krassimir Balakow (83. Minute) und Kevin Kuranyi (88.) mit 2:0 (0:0).

Dabei schien zunächst vor nur 10000 Zuschauern alles gegen die Schwaben zu laufen. Erst wurden zwei reguläre Tore nicht anerkannt, dann schoss Balakow in der 47. Minute einen Handelfmeter an den Pfosten. Aber der 36-jährige Bulgare trieb den VfB anschließend gegen die nun dezimierten Franzosen - Stephane Pichout sah wegen des Handspiels zum Elfmeter die Rote Karte - zum doch noch erfolgreichen Sturmlauf.

„Balakow ist sein Geld wert. Das war früher so, das ist jetzt so, und das wird in Zukunft so sein“, sagte Trainer Felix Magath in Anspielung auf die Diskussionen um Balakows Rentenvertrag beim VfB. Magath sprach von einem verdienten Erfolg: „Wir waren heute gut drauf und hatten unsere Möglichkeiten. Es war nur eine Frage der Zeit, wann Lille unter Druck Fehler macht und wir zu unseren Toren kommen.“

Trotz einer offensiven Ausrichtung tat sich Magaths Elf lange sehr schwer gegen die dicht gestaffelten und abwehrstarken Franzosen, die in der ersten Halbzeit drei riesige Chancen hatten. Hinzu kam in der 17. Minute erstmals Pech, als Jochen Seitz ein reguläres Tor erzielte, das der dänische Schiedsrichter Fisker wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannte. Auch in der 45. Minute irrte der Däne bei seinem Abseitspfiff gegen Ioannis Amanatidis.

Nach der Roten Karte setzte sich der VfB dann doch noch durch. „Auch nach dem 1:0 haben wir alles nach vorne geworfen. Wir wollten uns nicht auf ein Elfmeterschießen verlassen und sind für unsere Mühen belohnt worden“, sagte Magath.

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