Jan Schlaudraff : Bleiben oder gehen?

Fußball-Nationalspieler Jan Schlaudraff von Alemannia Aachen wird sich sehr wahrscheinlich noch in dieser Woche zu seinem künftigen Arbeitgeber äußern. Aller Voraussicht nach heißt der FC Bayern München.

Aachen - Beim Trainingsauftakt nach nur zwölf Tagen Pause hielt sich der 23-jährige Stürmer bedeckt und gab keine konkrete Auskunft. Auch sein Berater Manfred Schulte hatte keine exakte Kenntnis über einen Bekanntgabetermin: "Der Spieler wollte sich in der Pause entscheiden. Aber ich weiß nichts Neues. Doch es ist ein Gebot des Anstands, dass er zunächst einmal seinen Verein informiert", sagte Schulte.

Nach dem 4:2-Pokalerfolg am 20. Dezember gegen die Bayern, die im Poker um Schlaudraff die besten Karten haben sollen, hatte der Aachener Torjäger noch gesagt, er wolle sich "keinen Druck machen. Wenn ich mit mir selbst klar bin, werde ich meine Entscheidung verkünden." Neben der Offerte des Rekordmeisters aus München liegen dem Jung-Nationalspieler unter anderem Angebote von Werder Bremen und Borussia Dortmund vor. Schlaudraff kann die Alemannia für eine fest geschriebene Ablösesumme von 1,2 Millionen Euro zum Saisonende vorzeitig verlassen. Sein Vertrag in Aachen läuft noch bis 2008.

Für Schlaudraff und seine Mitspieler dauerte die erste Trainingseinheit nach dem Weihnachtsurlaub rund 80 Minuten. Trainer Michael Frontzeck musste auf Szilard Nemeth (Lungenembolie), Sascha Rösler (Mittelfußbruch) und Reiner Plaßhenrich (Knie-Operation) verzichten. Nico Herzig, dem vor Weihnachten eine Metallplatte im Fuß entfernt worden war, bestritt eine leichte Laufeinheit.

Frontzeck fuhr am Dienstag mit elf Spielern zu den Hallenturnieren in Bamberg und Frankfurt/Main. Der Rest des Kaders wird täglich zwei Einheiten in Aachen absolvieren. Am Donnerstag wird dann wieder gemeinsam trainiert, ehe vom 9. bis 17. Januar die Vorbereitung in Obidos/Portugal fortgesetzt wird. Da Nemeth länger ausfällt und Emil Noll zum Zweitligisten TuS Koblenz wechselte, denkt Frontzeck auch an Neuverpflichtungen. Das werde aber "nicht mit Gewalt" geschehen. (tso/dpa)

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