Sport : „Jetzt müssen wir noch mal ran“

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Herr Hamann, Sie standen eigentlich schon im Achtelfinale und müssen nach dem Ausgleich in letzter Minute jetzt doch wieder zittern. Das Tor ist in einem denkbar ungünstigen Moment gefallen.

Das kann man wohl sagen. Wenn man eigentlich schon qualifiziert gewesen war, ist ein solcher Gegentreffer besonders unglücklich. Wir hätten sechs Tage bis zum Spiel gegen Kamerun gehabt – und das mit der Gewissheit: Uns kann nichts mehr passieren. Aber jetzt müssen wir eben noch mal ran.

Muss sich die Mannschaft nicht vorwerfen lassen, in der zweiten Halbzeit zu wenig für die Offensive getan zu haben?

Was erwarten Sie denn? Wir lagen 1:0 vorne, und mit diesem Ergebnis wären wir weiter gewesen. Für uns hat es gar keinen Grund gegeben, irgendwo ein Risiko einzugehen. Die Iren standen hinten gut und haben uns in der zweiten Halbzeit unter Druck gesetzt. Trotzdem hatten wir in den letzten zwanzig Minuten die besseren Chancen.

Ist die Mannschaft gefestigt genug ist, um mit dieser Drucksituation fertig zu werden?

Moment, wir sind ja immer noch Tabellenführer, wir haben also eine gute Ausgangsposition. Außerdem bleiben uns jetzt sechs Tage Zeit, um uns von diesem Rückschlag zu erholen. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass wir gegen Kamerun den nötigen Punkt oder die nötigen Punkte holen.

Ein Unentschieden reicht womöglich. Spielt die Mannschaft dann in der letzten Begegnung auf ein Unentschieden?

Nein, das wäre zu gefährlich. Natürlich muss man so spielen, dass sich dem Gegner möglichst wenig Chancen eröffnen. Es gibt ja keinen Grund, nach vorne zu spielen und vielleicht mehr Chancen zuzulassen als nötig. Trotzdem werden wir natürlich versuchen, das Spiel zu gewinnen – aber immer mit dem Hintergedanken, dass schon ein Punkt genug ist.

Das Gespräch führte Stefan Hermanns.

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