Sport : Jubel dank Jonas

Der Torhüter der Eisbären kann beim Sieg gegen die Düsseldorfer EG wieder einmal überzeugen

Claus Vetter

Berlin. Das Spiel war außerordentlich gut, was die Übungsleiter beider Teams danach zu sagen hatten, war weniger erstaunlich. Pierre Pagé und Michael Komma waren sich in der Bewertung der Geschehnisse einig. 5:2 hatten die Eisbären die Düsseldorfer EG am Freitag geschlagen. Ein verdienter Erfolg, geschuldet war er einem furiosen Mitteldrittel, in dem den Berlinern vier Tore gelangen, der DEG hingegen keines. „Oliver Jonas hat sehr gut gehalten, das war der Unterschied“, sagte Düsseldorfs Trainer Komma. Pagé pflichtete ihm bei, der Berliner Torhüter Jonas hatte wieder einmal im Tor der Eisbären eine herausragende Leistung gezeigt.

Immerhin, die Einigkeit der Trainer durfte überraschen. Denn an sich verbindet Pierre Pagé und Michael Komma nicht viel. Sie haben zwar den gleichen Beruf, sind zudem beide in der Deutschen Eishockey-Liga beschäftigt. Aber in ihrer Auffassung über das Spiel unterscheiden sich der wortgewandte Frankokanadier Pagé und der oft verschroben wirkende Tölzer Komma gewaltig. Während Pagé ein Verfechter des modernen und offensiven Eishockeys ist, gilt der Coach der Düsseldorfer EG eher als Anhänger der Verteidigung: „Denn mit Offensive gewinnt man keine Meisterschaften.“

So betrachtet kam Komma am Freitag im Sportforum nicht auf seine Kosten. Mit der beeindruckenden Serie von sieben Siegen in Folge waren die Düsseldorfer nach Berlin gekommen. Nur im ersten Drittel sah es so aus, als sollte sich Komma über den achten Erfolg hintereinander freuen können. Denn bei den Berlinern funktionierte da trotz eines frühen Führungstors durch Mark Beaufait wenig. Die schnell vorgetragenen Konter der Düsseldorfer brachten die Eisbären in Schwierigkeiten. Clayton Young und Florian Jung trafen für die DEG. Der 1:2-Rückstand erwies sich für die im ersten Drittel doch recht müde wirkenden Eisbären aber nicht als Belastung. Vor allem im Powerplay funktionierte es – in den drei Spielen zuvor, als die Eisbären nur zur drei Treffern gekommen waren, hatte das noch ganz anders ausgesehen. Am Freitag aber nach dem 2:2 durch Rob Shearer waren Keith Aldridge und Steve Walker bei Berliner Überzahl erfolgreich. Nach einem Konter schoss Darryl Shannon kurz vor der zweiten Pause sogar das 5:2.

Einzig die Frage, ob der Kraftakt vom Freitag für die Berliner am späten Sonnabend beim Spiel bei den Frankfurt Lions (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) eine Hypothek bedeuten sollte, interessierte danach wohl noch.

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