Sport : Jubel im Gewitter

Braunschweig gewinnt German Bowl in Berlin.

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Berlin - Immer dem Lärm nach und dann links. So lotste eine Passantin zwei Fans aus Nürnberg Richtung Jahnsportpark. Die Beschreibung hätte kaum treffender sein können, es war ganz schön was los am Sonnabend rund um das Stadion in Prenzlauer Berg. Im zweiten Jahr in Folge fand dort der German Bowl, das Finale um die Deutsche Meisterschaft im American Football, statt. Ein Team aus Nürnberg war dort nicht vertreten, aber das war den zwei Anhängern nicht wichtig. Sie machten es wie all die anderen aus München, Hamburg oder Köln, die gekommen waren, um sich und ihre Sportart zu feiern.

Zusammen mit den Fans aus Dresden und Braunschweig bildeten sie eine stimmungsvolle Kulisse für das Endspiel zwischen den favorisierten Braunschweig Lions und den Dresdener Monarchs. „Berlin hat sich als Endspielort bewährt“, sagte Robert Huber. Der Präsident der GFL verkündete nach dem Spiel, dass der German Bowl auch 2014 wieder im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark stattfinden wird.

Die 12 157 Zuschauer ließen sich ihre Laune auch nicht von den widrigen Bedingungen verderben. Als Entschädigung für Herbstwind und Regen bekamen sie ein ausgeglichenes und bis zum Schluss spannendes Spiel zu sehen, das Braunschweig mit 35:34 gewann. Für Braunschweig war es der achte Meistertitel in der GFL. Auf dem Weg ins Endspiel hatten die Dresdener im Halbfinale die Berliner Adler ausgeschaltet. Das zweite Team aus Berlin, die Rebels, waren schon in der Vorrunde gescheitert.

Das Finale verlief ebenso spannend wie im Vorjahr zwischen Schwäbisch Hall und Kiel (56:53). Ständig wechselte die Führung, nur selten konnten die Abwehrreihen die gegnerischen Angriffe stoppen. Als Dresden dem Sieg 50 Sekunden vor Schluss sehr nahe kam, verlor der beste Spieler auf dem Platz, Running Back Trevar Deed, den Ball. Der Rest war Braunschweiger Jubel im einsetzenden Gewitter. Sebastian Stier

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