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Gute Stimmung sieht anders au. Julian Draxler (li.) und VfL-Manager Klaus Allofs.

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Exodus beim VfL Wolfsburg: Julian Draxler: "Ich will auch weg"

Der nächste Spieler, der den VfL Wolfsburg verlassen will: Julian Draxler ist unzufrieden und meckert über die Klubführung, trainiert hat er am Mittwoch trotzdem mit der Mannschaft.

Nach André Schürrle, Max Kruse und Naldo (Schalke 04) will auch der nächste Hochkaräter den VfL Wolfsburg verlassen. In ungewohnt deutlichen Worten formulierte Fußball-Nationalspieler Julian Draxler seinen unbedingten Wechselwillen. In einem Interview der „Bild“-Zeitung (Mittwoch) sagte der Mittelfeldspieler: „Bei mir ist es so, dass ich mich nach der EM gegenüber Trainer Dieter Hecking klar geäußert habe, dass ich den VfL Wolfsburg verlassen möchte.“

Allerdings hat der wechselwillige Fußball-Nationalspieler am Mittwoch erstmals nach seinem EM-Urlaub wieder mit der Mannschaft des VfL Wolfsburg trainiert. Zuvor hatte der Offensivspieler in dem Interview seinen Wechselwunsch geäußert und damit die Wolfsburger Vereinsführung brüskiert. Erstmals seit dem Halbfinal-Aus mit der deutschen Nationalmannschaft bei der EM in Frankreich und dem anschließenden Urlaub äußerte sich Draxler öffentlich zu seinen Zukunftsplänen. Zuletzt hatten sowohl Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking als auch Manager Klaus Allofs betont, dass sie Draxler halten wollen - notfalls sogar gegen dessen Willen. „Mich überrascht doch sehr, dass seit Wochen rund um meine Person in den Medien kommuniziert wird. Das habe ich anders erwartet, z.B. dass mal jemand auf mich zukommt und fragt, wie sieht es bei Dir aus“, wurde Draxler am Dienstagabend von bild.de zitiert.

Draxler: "Man redet nur über die Medien mit mir"

Zu Allofs habe er während der Europameisterschaft in Frankreich nur kurzen Kontakt per Sms gehabt. Hecking habe er zwei Tage nach dem Halbfinal-Aus bei der EM am Telefon „gesagt, wie ich die ganze Situation sehe und was ich mir wünsche - nämlich den Verein zu verlassen“, sagte Draxler und kritisierte ungewohnt deutlich: „Jetzt bin ich wieder hier in Deutschland und wieder redet man über die Medien mit mir - anstatt mit mir persönlich zu sprechen.“ Draxler soll beim FC Arsenal und Juventus Turin im Gespräch sein. Ihm sei bei seinem Wechsel vor einem Jahr von Schalke zum VfL mündlich zugesichert worden, dass er den Verein verlassen könne, „wenn sich dazu Möglichkeiten ergeben“, sagte Draxler.

Am Dienstagnachmittag hatte Werder Bremen die Verpflichtung des zuletzt glücklosen Kruse bekanntgeben. Schürrle (zu Borussia Dortmund) und Naldo (zum FC Schalke 04) wechselten ebenfalls innerhalb der Bundesliga den Verein. Immerhin dementierte Abwehrspieler Dante einen möglichen Wechsel zum französischen Erstligisten OGC Nizza. „Ich bleibe in Wolfsburg“, sagte der frühere brasilianische Nationalspieler bei sport1.de. (dpa)

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