Sport : Kehl darf sofort gehen

Fußball-Bundesligist SC Freiburg ist bereit, Nationalspieler Sebastian Kehl sofort ziehen zu lassen. "Wenn er sagt, er will bleiben, kann er bleiben. Wir würden es aber vorziehen, wenn wir uns mit Borussia Dortmund einigen, dass er zum 1. Januar geht", sagte Vereinspräsident Achim Stocker in der ARD. Kehl hatte am Freitag in einer über seine Rechtsanwälte verbreiteten Pressemitteilung bekannt gegeben, zu Borussia Dortmund und nicht zu Bayern München zu wechseln. Stocker übte zudem Kritik am Vorgehen des 21-Jährigen in der Transfer-Affäre und an der Art der Bekanntgabe seines beabsichtigten Wechsels. "Man lernt ja nie aus. Dafür fehlt einem schon das Verständnis", sagte Stocker.

Um den Defensivspieler war in den vergangenen Wochen ein heftiger Streit zwischen den beiden Spitzenklubs ausgebrochen. Die Münchner beharren darauf, dass Kehl bereits einen gültigen Arbeitsvertrag mit ihnen habe. Bayern-Manager Uli Hoeneß hat mit dem Gang vor ein Arbeitsgericht gedroht und Rechtsanwalt Christoph Schickhardt eingeschaltet.

Offen ist noch, wann Kehl den SC Freiburg verlässt. Wechselt er noch während der Winterpause nach Dortmund, erhalten die Freiburger eine höhere Ablöse als 3,8 Millionen Mark. Für diese Summe darf der Spieler angeblich den Verein zum Saisonende verlassen und aus seinem bis 2003 laufenden Vertrages vorzeitig aussteigen.

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