Sport : Klasse und Gags

Der EHC besiegt Hamburg 5:1 – die Fans haben viel zu lachen

Claus Vetter

Berlin. Die 4550 Zuschauer, die gestern an einem der letzten Sommertage den Weg in die Eishalle von Hohenschönhausen gefunden hatten, sollten ihr Kommen nicht bereuen. Denn sie kamen in den Genuss einer überdurchschnittlich guten Partie in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), die angesichts einiger amüsanter Fehler auf dem Eis auch noch Unterhaltungswert hatte. Zur Freude der Berliner Fans stimmte das Ergebnis: Der EHC Eisbären besiegte die Hamburg Freezers 5:1 (2:0, 2:1, 1:0). Damit steht die Mannschaft von Pierre Pagé wieder an der Tabellenspitze.

Die Hauptrolle des ersten Drittels ging zweifellos an Boris Rousson. Denn was der Torwart der Gäste da so an seinem Arbeitsplatz veranstaltete, das war zumindest unkonventionell. Die Eisbären ließen sich nicht lange bitten. Steve Walker (9. Minute) und Kelly Fairchild staubten nach zwei haarsträubenden Fehlern des kanadischen Torhüters ab, und es stand in einem bis dahin völlig ausgeglichenen Spiel plötzlich 2:0 für die Berliner. Es wäre im ersten Drittel fast noch besser für die Eisbären gekommen, doch bei einem Konter von Fairchild stürzte sich Rousson dann doch einmal auf den Puck.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts sorgte dann Roussons Berliner Kollege Oliver Jonas für eine unfreiwillige Einlage. Zunächst wehrte er einen Schuss des Hamburgers Jacek Plachta ab, dann aber segelte der Puck in hohem Bogen über Jonas hinweg und prallte von dessen Rücken ins Tor. Es war aber ein nicht unverdienter Treffer für die Freezers. Allerdings brachten sich die Hamburger danach durch Undiszipliniertheiten in Schwierigkeiten, und das EHC-Team nutzte dann auch ein Überzahlspiel zu einem Treffer durch Rob Shearer. Zwölf Minuten später war es erneut Fairchild, der nach einer völlig verunglückten Abwehraktionvon Rousson die Scheibe im Tor unterbrachte.

Was nach dem vorentscheidenden 4:1 passierte, war weniger sehenswert. Nun wurde ab und an gerauft und vor allem debattiert. In der zweiten Pause erklärte Hamburgs Trainer Dave King Schiedsrichter Roland Aumüller erst mal recht lautstark, was er von dessen Leistung hielt: nichts. Ganz so schlimm war Aumüller nun doch nicht. Und außerdem verloren zuallererst andere den Überblick – bespielsweise Rousson. Die Eisbären dagegen waren fast immer im Bilde und konnten sich schließlich auch zu Recht über ihren dritten Heimsieg im dritten Spiel in eigener Halle freuen. André Rankel sorgte im Schlussdrittel mit seinem Treffer zum 5:1 noch dafür, dass der verdiente Erfolg der Berliner ein wenig zu hoch ausfiel.

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