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Köln - Hamburg 3:2 : Das Gefühl gewinnt

Mit drei Toren schießt Milivoje Novakovic die Kölner zum Sieg gegen den HSV. Nach dem Spiel feiern die Fans vor allem aber Frank Schaefer, den neuen FC-Trainer.

Richard Leipold
Frank Schaefer, der neue FC-Coach hat die Fans, im wahrsten Sinne des Wortes, im Rücken.
Frank Schaefer, der neue FC-Coach hat die Fans, im wahrsten Sinne des Wortes, im Rücken.Foto: dpa

Heutzutage gibt es auf alles Mögliche einen Rechtsanspruch. Frank Schaefer, der neue Trainer des 1. FC Köln, hatte vor seiner Bundesligapremiere gegen den Hamburger SV einen Anspruch geltend gemacht, von dem man noch nichts gehört hatte. „Wir haben uns das Recht erarbeitet, mit einem guten Gefühl in das Spiel zu gehen“, sagte er. Nach dem Schlusspfiff war das Kölner Fußballgefühl noch besser – dank Milivoje Novakovic, der beim 3:2 über den HSV alle drei Tore erzielte (11./29./84. Minute). Für die Hanseaten trafen Mladen Petric (15.) und Heung Min Son (24.). Neben Novakovic und dem starken Lukas Podolski war am Ende Schaefer der gefeierte Mann im ausverkauften Kölner Stadion. Die FC-Fans ließen den Trainer, der ihnen wieder ein gutes Gefühl gibt, lautstark hochleben.

Beide Mannschaften zeigten flotte Unterhaltung. Das Kölner Publikum schwankte zwischen Staunen und Begeisterung. Dazu trugen vor allem Podolski und Novakovic bei, die sich nicht immer gut verstanden hatten. Zumindest auf dem Rasen harmonieren die beiden Stürmer neuerdings besser. Beim Führungstreffer nutzte Novakovic einen Freistoß Podolskis – die beiden Kölner profitierten allerdings auch davon, dass HSV-Verteidiger Heiko Westermann den Ball unfreiwillig zum Torschützen weiterleitete.

Aber auch die Hamburger trugen zur Spannung bei. Nur vier Minuten nach dem ersten Tor gelang Petric mit einem Kopfball der Ausgleich, anschließend gelang dem 18 Jahre alten Bundesliga-Debütanten Heung Min Son mit viel Raffinesse das 2:1. Doch die Kölner hatten ja ihre beiden Angreifer, die Teamwork als Alternative zum internen Zwist entdeckt haben. Wieder flankte Podolski, und wieder vollstreckte Novakovic. Ausgeglichene Verhältnisse in einem ausgeglichenen Spiel. Der zweite Durchgang lebte dann fast nur noch von der Spannung. Beide Teams hatten die Chance zum Siegtreffer. Guerrero traf nur die Latte des Kölner Tores. Schließlich blieb es dem slowenischen Nationalstürmer Novakovic vorbehalten, kurz vor Spielschluss auch noch den Siegtreffer zu erzielen und das Kölner Recht auf ein gutes Gefühl zu untermauern.

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