Köln - Stuttgart 1:5 : Cacau fertigt Köln ab

Der Stuttgarter Nationalstürmer trifft beim 5:1-Sieg in Köln viermal und stürzt den FC Köln damit in die nächste Krise.

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Lass dich knuddeln, Kollege. Stuttgarts Serdar Tasci (l.) gratuliert Cacau zu einem seiner vier Tore, drei davon schoss der...dpa

Als Schiedsrichter Manuel Gräfe die Partie im Kölner Stadion abpfiff und das 1:5 des 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart besiegelt war, fand das kaum noch Interesse bei den Besuchern. Zwei Drittel hatten den Ort des Debakels bereits verlassen. Es ist schon einige Zeit her, dass die leidgeprüften aber geduldigen Fans des FC bereits eine halbe Stunde vor Ende eines Bundesligaspiels die Flucht angetreten hatten. Doch nach dieser Leistung schien eine solche ablehnende Reaktion unvermeidlich. Die Stimmung in Köln nähert sich dem Tiefpunkt, der Abstiegskampf ist allgegenwärtig. „Wir haben unsere Stabilität verloren, die müssen wir schnell wiederfinden. Sonst werden wir noch Probleme kriegen“, sagte Trainer Zvonimir Soldo desillusioniert.

Alle seine Träume waren schon früh von Cacau zerstört worden. Der überragende VfB-Angreifer fertigte Köln mit seinen vier Treffern fast allein ab – in der ersten Hälfte gelang ihm sogar ein Hattrick. „Das ist einer der schönsten Tage meines Fußballerlebens“, sagte der in Brasilien geborene deutsche Nationalspieler. Soldos Mannschaft dagegen wirkte über die gesamten 90 Minuten uninspiriert und geradezu ängstlich, was die dominanten und spielstarken Stuttgarter problemlos für sich zu nutzen wussten. Und gelang es den Rheinländern, trotz aller Probleme doch dann und wann vor dem Stuttgarter Tor aufzutauchen, dann zeigte VfB-Torhüter Jens Lehmann seine Qualitäten. Der 40-Jährige verhinderte nicht zuletzt mit zwei glänzenden Paraden gegen Schüsse von Milivoje Novakovic den Anschlusstreffer der Kölner. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie bereits entschieden, daran konnte auch der Anschlusstreffer durch Christopher Schorch per Kopfball nach einer Ecke nichts ändern.

In der zweiten Hälfte erhöhten die Schwaben nach einer Schwächephase Tempo und Ergebnis wieder. Erst traf Pawel Pogrebnjak per Kopf zum 4:1; im Anschluss war es erneut Cacau, der den Endstand herstellte. Dabei hatten die Kölner noch Glück, dass die Stuttgarter in der letzten Viertelstunde so fahrlässig mit ihren Torchancen umgingen, sonst hätte sich das Debakel noch verschlimmern können.

„Wir haben eine spielfreudige Leistung mit einem überragenden Cacau und einem sehr guten Jens Lehmann gezeigt“, urteilte Stuttgarts Trainer Christian Gross. Die Stuttgarter gehen nun bester Laune in die Partie gegen den FC Barcelona in der Champions League. Die Kölner müssen in der Bundesliga zum Derby nach Leverkusen. Von Vorfreude war bei Zvonimir Soldo allerdings nichts zu spüren.

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