Kommentar : Der Osten ist relativ

05.09.2012 14:29 Uhrvon
  • Diesmal jubelt Blau-Weiß. Im dritten Pflichtspielderby gegen den 1. FC Union siegt erstmals Hertha BSC. Foto: dapd
    Diesmal jubelt Blau-Weiß. Im dritten Pflichtspielderby gegen den 1. FC Union siegt erstmals Hertha BSC. - Foto: dapd
  • Was für ein Abend an der Alten Försterei! Foto: dapd
    Was für ein Abend an der Alten Försterei! - Foto: dapd
  • Vor dem Anpfiff sah das noch so aus: Die Hertha-Fans werden von der Polizei ins Stadion eskortiert. Die meisten zumindest. Foto: dapd
    Vor dem Anpfiff sah das noch so aus: Die Hertha-Fans werden von der Polizei ins Stadion eskortiert. Die meisten zumindest. - Foto: dapd

Nach dem Stadtderby zwischen Union Berlin und Hertha BSC sorgte eine Aussage des jungen Unioners Christopher Quiring für Aufregung. Ein Kommentar von Tagesspiegel-Sportchef Robert Ide zu Derby-Spitzen aus Marzahn und Bottrop.

Ein wenig Folklore musste noch sein, wenigstens in der Nachspielzeit. Als die Fans des 1. FC Union und von Hertha BSC im Stadion An der Alten Försterei unter Flutlicht und Vollmond das bis zum Schluss spannende Stadtderby nachfeierten, stellte sich ein junger Fußballspieler aus Marzahn vor eine Fernsehkamera und sagte mit Blick auf die siegreichen, über den Rasen tanzenden Herthaner: „Wenn die Wessis in unserem Stadion jubeln, krieg ich das Kotzen.“ Schade, so ostig hatten sich die Unioner vor und während des Spiels gar nicht präsentiert. Nun aber musste der sonst so gute, weil galante Gastgeber am Tag nach dem Derby seinen Torschützen Christopher Quiring mit sich selbst relativierenden Äußerungen einfangen.

Dieser netten Geste hätte es allerdings gar nicht bedurft. Schließlich wurde Quiring erst nach dem Mauerfall geboren und kennt die DDR höchstens aus Erzählungen. Sein Osten ist ziemlich relativ. Aber, und das sei zu seiner Entschuldigung gesagt, das geht ja nicht nur Ossis so. Der Kommentator des übertragenden Fernsehsenders „Sport 1“, Frank Buschmann, sprach jedenfalls immer von den Berlinern, wenn er die Herthaner meinte. Dass Union auch zu dieser Stadt gehört, war dem gebürtigen Bottroper entgangen. Vielleicht kann das „Sport 1“ bei der nächsten Übertragung mal relativieren.

Bald geht es los: Die Paralympics-Zeitung lud zum Vorbereitungsworkshop in Großbritannien.  20 Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland, der Schweiz, Nordirland, Wales und England, hatten beim internationalen Schreibwettbewerb für das Jungreporterteam der Paralympics-Zeitung gewonnen. Foto: Thilo Rückeis

Medaillen und mehr: Schülerreporter der Paralympics Zeitung berichten von den Spielen in London 2012.

Paralympics 2012
Service

Weitere Themen