Kommentar : Mario Gomez will doch nur spielen

Viola statt Guardiola: Nach vier Jahren beim FC Bayern München wechselt Mario Gomez, der einst teuerste Bundesligaspieler, zum Vierten der italienischen Serie A. Ein Abstieg? - Von wegen.

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Spielertyp und Architektur von gestern: Mario Gomez in Italien
Spielertyp und Architektur von gestern: Mario Gomez in ItalienFoto: rtr

Er musste weg. Nun wechselt Mario Gomez nach langem Hin und Her doch vom FC Bayern München zum Europa-League-Starter AC Florenz. Vom erfolgreichsten Team Europas also zur Nummer Vier der abgelaufenen Saison in der italienischen Serie A.

Bis zu 20 Millionen Euro sollen die Bayern für ihn bekommen. 30 Millionen Euro haben die Münchner 2009 für Gomez an den VfB Stuttgart überwiesen. Ein Verlustgeschäft für die Bayern und ein Abstieg für Gomez?

Von wegen: Gomez hat sich in München trotz seiner 112 Tore in 172 Pflichtspielen und zahlreicher Titel nie richtig durchsetzen können. In der abgelaufenen Saison hat er zwar 32 Pflichtspiele bestritten, 19 mal ist er nur eingewechselt worden.

Es ist simpel, aber eben auch wahr: Er will und muss spielen, um zu treffen. Unter dem neuen Trainer Guardiola dürfte das schwerer werden, wenn dieser tatsächlich sogar mal ganz auf einen „echten“ Stürmer verzichten sollte.

Nun also Florenz, Italien. Ein gutes Pflaster für Deutsche: Schon Goethe hat sich hier entspannt. Und ein anderer ausgemusterter Bayernstürmer hat in Italien einen späten Karriereaufschwung erlebt: Miroslav Klose schoss sich zum Liebling der Lazio-Fans. Gute Aussichten also für Mario Gomez. Auf jeden Fall bessere als in München: Er musste weg. In München hätte sich Mario Gomez ansonsten noch auf der Bank wundgesessen.

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