Kommentar zur Verpflichtung von Jeff Tomlinson : Das Risiko herausgefordert

Eine Entscheidung gegen das Risiko? Oder eine riskante Entscheidung? Unser Autor Claus Vetter bewertet die Verpflichtung von Jeff Tomlinson als neuen Eisbären-Trainer.

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Kann auch laut werden: Jeff Tomlinson, der neue Trainer der Eisbären.
Kann auch laut werden: Jeff Tomlinson, der neue Trainer der Eisbären.Foto: dpa

Peter John Lee hat sich in den teuren internationalen Boutiquen umgeschaut, am Ende hat der Manager den neuen Anzug für die Eisbären doch im Laden um die Ecke gekauft. Jeff Tomlinson wird neuer Trainer der Eisbären, die lange nach anderen Kandidaten geschaut haben und sich dann für einen Trainer entschieden, der aus ihren eigenen Reihen stammt. Eine Entscheidung gegen das Risiko? Oder eine riskante Entscheidung? Es ist wohl eine Mischung aus beidem.

Flink war der Stürmer Tomlinson einst. Nicht besonders torgefährlich, aber robust und wendig. Rhetorisch ist er das auch als Trainer. Tomlinson spricht perfekt deutsch und kann sich gut verkaufen. Er sagt, er sei gereift und kenne die Berliner Strukturen bestens. Das könnte ein Vorteil sein für die Eisbären. Allerdings wird sich Tomlinson Respekt verschaffen müssen. In Berlin gilt er bis jetzt eher als Kumpeltyp. Mit diesem Image wird er nicht weit kommen bei einer Mannschaft, die einen eher härteren Führungsstil gewöhnt ist. Ein anderes Problem für Tomlinson ist, dass er nicht die gleichen Voraussetzungen hat wie sein Vorgänger Don Jackson: In der Deutschen Eishockey-Liga wird vielerorts aufgerüstet. Die Konkurrenz der Eisbären wird stärker, Tomlinson muss mehr leisten als sein Vorgänger Jackson, um Meister zu werden. Und das ist eine Herausforderung.

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