Sport : Kreuzberg gegen Neukölln

Die besten Berliner Schachklubs bitten zum Bundesligaderby

Jörg Petrasch

Berlin. Vielleicht kann die FDP ja etwas lernen nach all den Querelen um die Parteispenden und Jürgen Möllemann. Strategisches Denken etwa. Denn heute wird es im Thomas-Dehler-Haus, der Bundesgeschäftsstelle der FDP in der Reinhardtstraße im Bezirk Mitte, Bauernopfer geben. Keine Angst, es geht nicht um Politik, sondern um Schach. Ein Klubmitglied des Bundesliga-Aufsteigers SC Kreuzberg kennt den Bundesgeschäftsführer der FDP, Hans-Jürgen Beerfeltz, und vermittelte: Heute kommt es um 16 Uhr bei der FDP zum Schach-Derby zwischen dem SC Kreuzberg und SF Neukölln. Der Eintritt ist frei – für Zuschauer aller Parteien.

Und es wird spannend werden. Zwar ist Kreuzberg, mit 170 Mitgliedern größter Berliner Schachklub, mit zwei Siegen etwas besser in die Saison gestartet als die nur einmal erfolgreichen Neuköllner. Beide Teams sind aber in etwa gleich stark und haben dasselbe Ziel: den Klassenerhalt. Das wünscht man sich auch gegenseitig. „Für Berlin ist es gut, zwei Mannschaften in der Bundesliga zu haben“, sagt Rainer Polzin, Mannschaftsführer der Neuköllner. Die Spieler hätten ein „gesundes Konkurrenzverhältnis“ zueinander. Den gepflegten Umgang mit dem Gegner führen beide Teams vor – auch dabei könnte die FDP etwas lernen.

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