Sport : Kunst schlägt Kampf

Leverkusens Nationalspieler Bernd Schneider und Torwart René Adler überzeugen beim Sieg in Mainz

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Mainz - Die Mischung der Generationen scheint zu stimmen bei Bayer Leverkusen: Zwei Routiniers und ein Nachwuchstalent waren maßgeblich daran beteiligt, dass die Mannschaft beim 3:1 in Mainz auf Uefa-Cup-Kurs geblieben ist. Torwart René Adler, Doppel-Torschütze Sergej Barbarez sowie der mit fußballerischer Finesse begeisternde Nationalspieler Bernd Schneider bewahrten die Rheinländer vor einer Niederlage gegen den abstiegsbedrohten FSV Mainz 05. „In der ersten Halbzeit müssen wir klar hinten liegen und können uns bei Rene Adler bedanken, sonst hätten wir schon nach 20 Minuten nach Hause fahren können“, sagte Schneider.

So trat Leverkusen nach 90 kuriosen Minuten mit drei Punkten und „viel Selbstvertrauen“, wie Bayers Stürmer Andrej Woronin sagte, die Heimreise an. Vor dem Viertelfinalspiel im Uefa-Pokal gegen CA Osasuna am Donnerstag befindet sich Leverkusen in einem Hoch. Seit fünf Spielen ist die Mannschaft ungeschlagen.

Letztlich war es die individuelle Klasse von Spielern wie Schneider, die über die kollektive Kampfeslust der Gastgeber vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion siegte. Der 33-Jährige bereitete den Auftakttreffer von Barbarez vor, der zwei Minuten später erneut traf, und besorgte mit einem herrlichen Freistoß das dritte Leverkusener Tor. „Es wäre vermessen zu sagen, dass Bernd immer auf diesem Niveau spielt“, sagte Trainer Michael Skibbe, „aber er ist ein toller Spieler, der auch sehr gut eingesetzt wird.“ Voll des Lobes war Skibbe nach der Partie, die auch 3:1 für Mainz hätte enden können, für seinen Keeper Adler. Der 22-Jährige brachte mit seinen Glanzparaden die Mainzer Angreifer schier zur Verzweiflung. „Zwei mussten drin sein“, sagte der Mainzer Markus Feulner. Allerdings hatte Adler auch Glück. Denn ein Handspiel nach einer halben Stunde außerhalb des Strafraums ließ Schiedsrichter Peter Sippel ungeahndet. „Es war nicht absichtlich“, sagte Adler, „ich musste rankommen.“ Machtlos war er lediglich bei Mohamed Zidans Anschlusstor eine Viertelstunde vor Schluss. dpa

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