Länderspiele : Künftig frühere Anstoßzeiten

Im Streit um die Anstoßzeiten der deutschen Nationalmannschaft haben sich der Deutsche Fußball-Bund und die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten angenähert. Künftig soll der Ball wieder ab 20 Uhr rollen.

Frankfurt/Main - Bei einem von DFB-Präsident Theo Zwanziger angeregten Treffen in der Frankfurter DFB-Zentrale verständigten sich beide Seiten auf eine gemeinsame Linie. So werden im kommenden Jahr vier der fünf EM-Qualifikationsspiele in Deutschland im Vergleich zur bisherigen Praxis früher angepfiffen.

Vor dem Hintergrund des schwindenden Nachwuchses hatte sich Zwanziger erst vor zwei Wochen erneut für frühere Anstoßzeiten ausgesprochen. "Die Kinder wollen die Nationalmannschaft sehen. Wir werden um jede Viertelstunde kämpfen, die möglich ist." Mit Blick auf die längere Regenerationsphase der Nationalspieler nach den Abendspielen hatte Bundestrainer Joachim Löw den Vorstoß des DFB-Präsidenten ausdrücklich begrüßt.

Die von Generalsekretär Horst R. Schmidt und Teammanager Oliver Bierhoff angeführte DFB-Delegation konnte nun für die beiden Heimspiele gegen die Fußball-Zwerge San Marino (Samstag, 2. Juni, 19 Uhr im ZDF) und Zypern (Samstag, 17. November, 20 Uhr im ZDF) sogar mehr als die von Zwanziger versprochenen 15 Minuten aushandeln.

ZDF macht sich für 20 Uhr stark

Allein das vermeintliche Spitzenduell gegen die Tschechische Republik (Mittwoch, 17. Oktober, 20:45 Uhr im ZDF) wird zur bislang gewohnten Zeit angepfiffen. Zudem sicherte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz dem DFB zu, dass sich sein Sender bei den Verhandlungen für die Auswärtsspiele der deutschen Elf sowohl mittwochs als auch samstags für eine Anstoßzeit um 20 Uhr stark machen werde.

Auch ARD-Sportkoordinator Karl-Günther Wollscheid rückte von der bisherigen Anstoßzeit von 20:45 Uhr im Ersten ab. Die Partien gegen die Slowakei (Mittwoch, 6. Juni) und Wales (Mittwoch, 21. November) wurden jeweils für 20:30 Uhr angesetzt. Wo die fünf Länderspiele ausgetragen werden, ist noch nicht bekannt (tso/ddp)

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