Sport : Lasst es gleiten

Ski nordisch – am Dienstag beginnt die WM mit Langlauf

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Wer im Skilanglauf WeltklasseNiveau erreichen will, der muss exzellente Kondition haben. Nur mit ihr lässt sich die anspruchsvolle Technik über eine volle Renndistanz beherrschen. Die Skilangläufer unterscheiden den klassischen Stil mit seiner Diagonalschritt-Technik und das Skating, bei dem ein Bein zum Abstoß ausgestellt wird. Beim Gleiten ist es enorm wichtig, einerseits einen kraftvollen, möglichst kurzen Abstoß des Skis vom Boden zu haben und gleichzeitig möglichst ruhig zu balancieren. 0,12 bis 0,18 Sekunden sind eine sehr gute Abstoßzeit. Danach geht ein Läufer ins Gleiten über. „Aber ein guter Gleiter ist nur der Läufer, der auch auf einem Bein gleiten kann, alles anderes ist Skiwandern“, sagt der frühere deutsche Weltklasse-Langläufer Georg Zipfel. Um Spitzenniveau zu erreichen, muss ein Läufer aber auch wissen, wie lange er nur gleiten darf. Wer zu lange wartet, verliert zu viel Geschwindigkeit. Und wer beim Gleiten zu unruhig läuft, ebenfalls. Beim Skating ist die Gleitphase länger, dafür wird dort mit mehr Kraft gelaufen. Die Grundzüge der Technik sind aber in beiden Stilarten gleich. Im Sprint über 1,5 Kilometer erreichen Weltklasseläufer im Skating eine Geschwindigkeit über 32 km/h. Klassiker kommen immerhin noch auf 26 km/h. Aber auch Top-Athleten müssen permanent Technik trainieren. „Der Ablauf muss automatisiert sein“, sagt Zipfel. Dieser Automatismus wird nur durch jahrelanges Training erreicht. Kein Wunder, dass deshalb das Durchschnittsalter der 15 weltbesten Athleten bei 29,5 Jahren liegt. fmb

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