Sport : Lehrstück für Lobbyarbeit Die Feindschaft zwischen

Adidas und Puma

Stefan Hermanns

Herzogenaurach ist ein idyllisches Städtchen in Franken, doch geteilt in eine Adidas-Hälfte und eine Puma-Hälfte. Wie es dazu gekommen ist, beschreibt die Wirtschaftsjournalistin Barbara Smit in einer Art Doppelbiografie zweier Sportartikelfirmen. Aber Smit kann das Rätsel, wie es zum Zwist der Brüder Adolf „Adi“ und Rudolf Dassler kam, nicht lösen. Es sind schwer entwirrbare Intrigen, die nach 1945 zum Bruch geführt und Rudolf die Firma Puma haben gründen lassen. Die Anfänge sind etwas lieblos erzählt. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn die Autorin Zeitzeugen hätte befragen können, so wie sie es für die folgenden Epochen getan hat. Fünf Jahre hat sie recherchiert, und vor allem den Aufstieg von Adis Sohn Horst Dassler zu einem der mächtigsten Figuren im Weltsport rekonstruiert. Das Buch ist nicht nur ein Lehrstück für erfolgreiche Lobby- und Marketingarbeit; es erzählt auch die Geschichte, wie der Sport vom Sport zum Geschäft wurde.

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