Sport : Leicht krank, schwer angriffslustig

Martin Schmitt hat mit einem weiten Trainingsflug auf 128,5 Meter in Bischofshofen den Kampf um den Gesamtsieg bei der 48. Vierschanzentournee wieder aufgenommen. Andreas Widhölzl war zuvor fünf Meter weniger als der von den Österreichern wegen seiner Bronchitis als "Pseudo-Schmitt" verspottete Doppel-Weltmeister geflogen. Würde dem mit 14,4 Punkten oder acht Meter Rückstand auf Widhölzl ins große Finale gehenden Schmitt in beiden Durchgängen heute (13 Uhr live in RTL) Ähnliches gelingen, könnte er sich als erster deutscher Tourneesieger seit Jens Weißflog 1996 feiern lassen. "Optimal und 100 Prozent fit fühle ich mich noch nicht. Mir tut noch ein bisschen der Hals weh, aber die beiden Sprünge werde ich hoffentlich gut runterbringen. Ich gehe davon aus, dass ich springen kann", sagte Schmitt. Die Austria-Fraktion sah den Gala-Auftritt von Schmitt als weiteren Beweis für eine Komödie der deutschen Mannschaft. "Ich habe auch Halsweh", meinte Widhölzl. Er flog im zweiten Sprung auf starke 131,5 Meter, während Schmitt verzichtete. Widhölzls Landsmann Andreas Goldberger vermutet ebenfalls eine taktische Erkältung: "Ich war auch schon sterbenskrank, und am nächsten Tag habe ich gewonnen."

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