Sport : Leichtathletik: Ein Aufsichtsrat für den Berlin-Marathon

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Wie das Leichtathletik-Sportfest Istaf hat inzwischen auch die SCC Veranstaltungs-GmbH einen Aufsichtsrat. Unter der Führung der GmbH finden die großen Läufe des Klubs, darunter der Berlin-Marathon, statt. Bei der konstituierenden Sitzung des Gremiums wurde Rainer Luhmann, Verwaltungsdirektor des Oskar-Helene-Heims, als Vorsitzender gewählt. Sein Stellvertreter ist Markus Franz, der von der Bankgesellschaft Berlin kommt und selbst aktiver Läufer ist. Außerdem gehören dem fünfköpfigen Gremium folgende Personen an: Peter Mahlow, Jurist und Mitglied des Rechtsausschusses des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Rüdiger Otto, Präsidiumsmitglied des SCC, sowie Bernd Kunze, Vorsitzender der Leichtathletikabteilung des Klubs.

Die Veranstaltungs-GmbH ist eine hundertprozentige Tochter des SCC Berlin. Zudem sind die drei Geschäftsführer - Horst Milde, Lutz Derkow und Christian Jost - bereits seit langem im Amt und stehen nicht zur Diskussion, sodass ein ähnliches Hickhack wie bei der Istaf GmbH nicht zu erwarten ist.

Dennoch verlief die Bildung des Aufsichtsrates nicht ganz reibungslos. Die Leichtathletik-Abteilung des SCC sollte bei einer entsprechenden Versammlung drei Mitglieder des Gremiums wählen, die anderen beiden Posten sollten vom Präsidium des Klubs besetzt werden. Neben Markus Franz erhielt bei dieser Wahl Thomas Tonndorf, Direktor des Berliner Hotels Holiday Inn, die meisten Stimmen. Tonndorf bekam jedoch keinen Platz im Aufsichtsrat, weil gewisse Kreise des Leichtathletik-Abteilungsvorstandes diese Wahl annullierten und intern neu wählten. Die Fraktion der Laufveranstalter im Vorstand fühlt sich deswegen über den Tisch gezogen. Allerdings gilt die Besetzung des Gremiums in seiner jetzigen Form als gut.

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