Leistungsprotokoll : Unions Spieler in der Einzelkritik

Höttecke zwischen Kreis- und Weltklasse, Peitz als Aggressivleader und Mattuschka, der Held des Tages: Was jeder einzelne Union-Spieler im Berliner Derby gegen Hertha BSC geleistet hat.

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Hier in Clinch mit Raffael, ansonsten abgeklärt: Christian Stuff war einer der besten Unioner beim Derby.
Hier in Clinch mit Raffael, ansonsten abgeklärt: Christian Stuff war einer der besten Unioner beim Derby.Foto: dapd

Marcel Höttecke: Begann unsicher, irrte beim 0:1 leicht orientierungslos durch den Strafraum. Auch danach bei Standards nicht souverän. Hielt einige Male stark gegen Ramos und Raffael. Nach der Pause deutlich sicherer.

Michael Parensen: Ist und bleibt der Pechvogel bei den Köpenickern. Ein Zusammenstoß nach drei Minuten bedeutete für ihn schon das Spielende. Musste anschließend mit einer Kopfverletzung vom Platz getragen werden.

Christian Stuff: Eine Bank in der Innenverteidigung von Union. In der Luft kaum zu bezwingen, dazu mit gutem Stellungsspiel. Leitete die Wende mit seinem Pass zu Mosqueras Ausgleich ein. Nur eine Unsicherheit kurz vor Schluss, als er den Ball im eigenen Strafraum beinahe an Friend verlor.

Daniel Göhlert: Gut in der Luft, aber mit deutlichen Schnelligkeitsproblemen. Steigerte sich später und ließ sich in Zweikämpfen kaum noch düpieren.

Patrick Kohlmann: Eine der schwächeren Leistungen des Linksverteidigers. Auf seiner Seite in der Defensive viel beschäftigt, weshalb er sich offensiv kaum miteinschalten konnte. Zudem versprangen ihm immer wieder Bälle. Man merkte, dass ihm nach seinem Infekt gegen Ende des Spiels die Kraft ausging.

Dominic Peitz: Mit katastrophalem Beginn: Vor dem Hertha-Führungstor mit haarsträubendem Fehlpass im eigenen Strafraum. Danach oft unsauber im Zweikampf. Nach seiner Gelben Karte in der 31. Minute besser, riss seine Mitspieler mit seinem bissigen Auftreten mehr und mehr mit. Nach der Pause sogar mit zwei halben Torchancen, aber zum eiskalten Vollstrecker taugt er einfach nicht.

Christoph Menz: Musste sich taktisch früh umstellen, weil er für Parensen aus dem Mittelfeld nach hinten rechts rückte. Dort mit einiger Arbeit, aber wirkungsvoller als Kohlmann auf links. Offensiv allerdings überhaupt kein Faktor.

Chinedu Ede: Als Ex-Herthaner besonders motiviert, aber glücklos. Verdribbelte sich immer wieder und war nur einmal torgefährlich, als er sein 20-Meter-Schuss von Mijatovic gerade noch geblockt wurde. Nach 60 Minuten folgerichtig ausgewechselt.

Thorsten Mattuschka: Wie alle Unioner vor der Pause schwach. Standards landeten im Niemandsland, Bälle wurde schon im Spielaufbau leichtfertig hergeschenkt. Deutliche Leistungssteigerung nach der Pause, die im Siegtor in der 71. Minute gipfelte.

Santi Kolk: Ein ganz blasser Auftritt des Holländers. Hatte kaum Ballkontakte und wenn, verlor er das Spielgerät fast postwendend wieder. In der zweiten Halbzeit zumindest kämpferisch auf der Höhe, blieb aber im gesamten Spiel ohne Torschuss oder Vorlage.

John Jairo Mosquera: Anders als sonst nicht mit zahlreichen Chancen und keinem Treffer, sondern mit nur einem Torschuss, der drin war. Ansonsten zwar immer anspielbereit, aber ohne wirkliche Gefahr auszustrahlen.

Paul Thomik: Kam schon nach fünf Minuten für Parensen ins Spiel und fügte sich zu Beginn nahtlos in den konfusen Auftritt seiner Mannschaft ein, ohne sich dabei selbst besondere Fehler zu erlauben. Konnte offensiv nicht für Entlastung sorgen, auch nach der Pause kaum auffälliger.

Karim Benyamina: Kam eine halbe Stunde vor dem Ende für Ede ins Spiel und hatte offenbar mächtig Wut im Bauch. Foulte Lell gleich mal rüde und sah Gelb. Danach besonnener, wurde aber kaum ins Union-Spiel eingebunden.

Björn Brunnemann: Spielte die letzten drei Minuten und holte dabei noch ein paar wertvolle Sekunden durch mehr oder weniger freiwillige Bodenkontakte für sein Team heraus.

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