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Leserdebatte : Ist Herthas Management "suizidal veranlagt"?

Jürgen Trittin hat Herthas Vereinsführung kritisiert und Rehhagels Wechsel nach Berlin bedauert. Hat der Grünen-Politiker Recht, oder sollte er lieber "die Fresse halten", wie Präsident Gegenbauer vorschlug? Diskutieren Sie mit!

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Herthas Präsident Werner Gegenbauer
Herthas Präsident Werner GegenbauerFoto: dapd

Die Partie von Hertha BSC mit dem neuen Trainer Otto Rehhagel gegen dessen alte Liebe Werder Bremen am Samstag hat schon vor dem Spiel eine Kontroverse gebracht. Der Grünen-Fraktionschef und gebürtige Bremer Jürgen Trittin wurde von der "Superillu" zu Otto Rehhagel befragt und nutzte dies gleich, um scharfe Kritik in Richtung des Hertha-Managements loszulassen. "Der Fisch stinkt immer zuerst am Kopf, wie man bei uns im Norden sagt. So ist das mit Hertha", so Trittin. Außerdem könne er "nicht verstehen, dass Otto Rehhagel einen Verein als Trainer übernommen habe, dessen Management derart suizidal veranlagt ist wie Hertha BSC".

Eine heftige Reaktion aus der Hauptstadt ließ nicht lange auf sich warten. "Als Berliner sage ich, wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten", schoß Hertha-Präsident Werner Gegenbauer zurück. Und weiter: "Diese unqualifizierte und von Unkenntnis zeugende Aussage spricht für sich, auf diesem Level bewegen wir uns jedenfalls nicht. Das ist Niveau unterhalb der Grasnarbe."

Am Samstag legte Trittin dann nach: “Was aus dem Hertha-Management kommt, nehme ich schon lange nicht mehr ernst“, sagte der Politiker gegenüber dem Sender "Sky Sport News". Er bekräftigte, dass es ihm einfach Leid tue, "dass so ein Mann wie Otto Rehhagel für so einen Verein arbeiten" müsse. “Wer in einer Saison ohne Not drei Trainer verschleißt, da braucht man kein Experte sein, um die Qualität des Managements zu beurteilen.“ Entschuldigen wolle er sich für seine Kritik auch nicht. “Nee, nee, nee... Hertha ist schlecht gemanagt. Punkt!“

Und was halten Sie von dem Vorstoß des Grünen-Politikers? Ist es nur Plumpe Stimmungsmache vor dem Bundesliga-Duell seiner Bremer gegen Hertha BSC, oder sollten die Berliner diese Kririk ernst nehmen? Und ist die scharfe Antwort von Werner Gegenbauer gerechtfertigt? Sollte man auf solche, aus Gegenbauers Sicht unqualifizierten Angriffe überhaupt reagieren? Ist die heftige Reaktion vielleicht ein Zeichen dafür, dass Trittin trotz Allem einen Nerv getroffen hat in der Hertha-vereinsführung? Was meinen Sie, liebe Leserinnen und Leser? Machen Sie mit bei unserer Leserdebatte und diskutieren sie mit!

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(mit dpa)

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