Letzte Ausfahrt Castrop-Rauxel : Hertha geht ins Trainingslager

Trotz der traurigen Vorstellung zuletzt gegen Kaiserslautern kann Hertha weiter den Klassenerhalt schaffen. Damit das scheinbar Unmögliche klappt, fährt die Mannschaft vor dem Spiel auf Schalke ins Trainingslager.

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In der verbotenen Zone. Hertha greift nach dem letzten Strohhalm.
In der verbotenen Zone. Hertha greift nach dem letzten Strohhalm.Foto: dapd

Ganz hinten, fast am Ende der A2, da, wo sich die Autobahnen 42 und 45 kreuzen, liegt für Hertha BSC die Hoffnung. Sie trägt den Namen Castrop-Rauxel. In der Ruhrgebietsstadt beziehen die Berliner ab Mittwoch ein Trainingslager. Dort wollen sie sich auf das letzte Bundesliga-Auswärtsspiel am Samstag beim FC Schalke 04 vorbereiten, auf die wohl letzte Chance, die Klasse zu halten – oder auf den dann vielleicht feststehenden Abstieg.

„Wir waren mit dem Spiel gegen Kaiserslautern nicht einverstanden“, sagt Manager Michael Preetz, „dort wollen wir in Ruhe aufarbeiten, was war, und uns konzentriert und intensiv darauf vorbereiten, was kommt.“ Aber was kommt noch für die Berliner? Trotz gerade mal zwei Punkten Rückstands auf den Relegationsplatz – der Glaube an den Klassenerhalt ist in der Öffentlichkeit verloren gegangen.

Herthas Niederlage gegen Kaiserslautern in Bildern:

Hertha gegen Kaiserslautern
Gemeinsam am Boden: Herthas Nikita Rukavytsya und Lauterns Konstantinos Fortounis stürzen im Zweikampf. Gemeinsam gehen Hertha und Kaiserslautern wohl auch in Liga Zwei.Alle Bilder anzeigen
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21.04.2012 17:37Gemeinsam am Boden: Herthas Nikita Rukavytsya und Lauterns Konstantinos Fortounis stürzen im Zweikampf. Gemeinsam gehen Hertha und...

Dem will Hertha entfliehen, sich allen äußeren Einflüssen entziehen und einmauern. Wie auf dem eigenen Trainingsgelände, das immer mehr abgeschottet wird, bisher ohne positive Resultate. Nun eben in der Fremde. Die Berliner nutzen das Hotel Schloss Goldschmiede öfter bei Ausflügen in den Westen, auch ohne Trainingslager wäre Hertha dort abgestiegen. Nun kommt man ein paar Tage früher.

Über den Sinn der Kasernierung ließe sich debattieren. Warum erst jetzt, werden einige nach den Misserfolgen der letzten Monate fragen. Andere könnten fragen: Was soll das bringen, jetzt noch?

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