Liveticker zur DFB-Pressekonferenz : Bierhoff: "Es herrscht positive Anspannung"

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Nationalelf-Manager Oliver Bierhoff verabschieden sich mit lobenden Worten aus Danzig. Vor dem Spiel gegen Italien herrsche laut Bierhoff "eine positive Anspannung" im Team.

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Positiv angespannt: Teammanager Oliver Bierhoff.
Positiv angespannt: Teammanager Oliver Bierhoff.Foto: AFP

11:12 Uhr: Die letzte DFB-Pressekonferenz aus Danzig verkam zu einer einzigen großen Lobhudelei. Niersbach und Bierhoff bedankten sich mit warmen Worte beim regierenden Bürgermeister, als Dankeschön schenkte der DFB der Stadt Danzig den Trainingsplatz der Nationalmannschaft. Die Medienvertreter dankten Stenger, Stenger und Bierhoff dankten den Medienvertretern. Friede, Freude, Eierkuchen soweit das Auge reicht. Und Italien? Kann kommen. Von etwaiger "Angst" vor dem ach so gefürchteten "Angstgegner" keine Spur. Das Team relaxte gestern hinter 3-D-Brillen im Heimkino und ist ansonsten "positiv angespannt". Dann kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen...

11:08 Uhr: Bierhoff redet noch mal Italiens Andrea Pirlo stark: "Er kann das Tempo variieren und findet die Lücken", so der EM-Held von 1996. Er sei "sicherlich einer der wichtigsten Spieler für Italien, aber mehr kann man dazu auch nicht sagen." Findet auch Harald Stenger, und pfeift die Pressekonferenz pünktlich nach 37 Minuten ab.

11:04 Uhr: "Spanien muss man sicherlich stärker einschätzen, als Portugal", sagt Bierhoff. Und: Man hätte sicherlich lieber gegen England gespielt, als gegen Italien. Auch die Spieler würden wahrnehmen, dass Italien "die stärkere Mannschaft" habe. Davon abgesehen herrsche aber "eine positive Anspannung".

11.00 Uhr: Gestern hat die Mannschaft gemeinsam einen Kinofilm geschaut. In "Drei-Dreh", verhaspelt sich Bierhoff und versäumt es nicht, noch mal dem "Partner" zu danken, der dieses Entertainment-Event möglich gemacht hat. Niersbach lobt derweil das Verhalten der deutschen Fans, etwaige Ausfälligkeiten seien die Ausnahme.

10:58 Uhr: "Meine Pläne reichen schon bis 2014", prahlt Bierhoff. Was jetzt zähle, sei aber einzig das Halbfinale gegen Italien. Gut so.

10:57 Uhr: "Er weiß auch über die Bedeutung der Aufstellung für das Spiel gegen Italien", sagt Bierhoff über... den "Maulwurf". Eine "nette Randgeschichte" sei das, aber man hoffe trotzdem, dass er (der Maulwurf) diesmal "unter der Erde" bleibe.

10:54 Uhr: Ausnahmsweise mal Sport: Die Mannschaft habe sich weiterentwickelt, man sein sehr effektiv, konzentriert und fokussiert. Ein Sonderlob gilt Per Mertesacker, der - zumindest bis jetzt - eine sehr wichtige Rolle erfülle, nämlich seine Kollegen immer wieder unterstütze. Damit ist Mertesacker seiner Zeit mal wieder voraus: Er übernimmt Aufgaben eines "Althauers" schon mit 27. Respekt.

10:51 Uhr: Nun Bierhoff. Und als hätte man es geahnt, hier, in Danzig war "einfach alles optimal". Am liebsten würde die Mannschaft sogar in Danzig bleiben. Für immer? Das wohl auch nicht. Der Manager liest nun markante Zahlen von einem Zettel ab. 4,5 Tonnen Eis für die Regeneration, 2,7 Tonnen gewaschene Trainingskleidung, 26 Pressekonferenzen für durchschnittlich 200 Journalisten, 320 Einzelinterviews. Puh. Von den 1200 Stücken Käsekuchen ganz zu schweigen. Nur den durchschnittlichen Käsekuchen-Konsum von Harald Stenger, den bleibt Bierhoff schuldig.

10:46 Uhr: Laut Niersbach fehlen der Mannschaft nur noch Kleinigkeiten für einen Titelgewinn. Das Tor von Torres vor vier Jahren, von Puyol vor zwei Jahren - das alles sei ja mehr oder weniger glücklich gewesen. Nun gut. Nicht zu vergessen: Die DFB-Führung hat den Trainerstab "zu jedem Zeitpunkt" bedingungslos unterstütz.

10:44 Uhr: "Der DFB hat die Aufenthaltsorte der Nationalmannschaft ja schon häufig auf die Weltlandkarte gebracht", gibt sich Niersbach bescheiden. Wir haben verstanden, Danzig, das Quartier, die Menschen - alles tip-top! Wo bleibt eigentlich die Schalte zum Sport?

10:40 Uhr: Auch der Bürgermeister ist voll des Lobes: "Das Turnier hat Polen und Deutsche näher zusammengebracht", schwärmt er. Und: "Den Nachbarn hält man immer die Daumen." Nett! Als Zeichen der Verbundenheit überreicht er den DFB-Vertretern noch einen Stoff-Löwen. Denn: Der Löwe ist Bestandteil des Danziger Stadt-Wappens. Und die deutsche Mannschaft solle weiterhin so tapfer spielen wie ein Löwe. Apropos Löwe, wo ist eigentlich dieser Jogi?

10:36 Uhr: Nun auch Bierhoff. Der Nationalmannschafts-Manager legt nach. Zückt kurzerhand ein DFB-Trikot als kleines Erinnerungsstück für die Stadt. Noble Geste.

10:32 Uhr: Kleines Vorgeplänkel mit Niersbach, einem Dolmetscher und dem Bürgermeister von Danzig. Warme Worte des DFB-Präsidenten: "Tolle Entwicklung der Stadt", "haben uns sehr wohl gefühlt", "ist unser Zuhause geworden", usw.. Und damit nicht genug: Der Trainingsplatz, auf dem sich die DFB-Elf geschunden hat, wird nicht etwas dem Erdboden gleich gemacht, sondern - tatatataaa - der Stadt Danzig geschenkt. Vom DFB versteht sich.

Die verbotenen Bilder der Europameisterschaft:

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1 von 9Foto: dapd
23.06.2012 16:09Unsichtbarer Aufruhr. Von dem Protestplakat, das die beiden Grünen Europaabgeordneten Rebecca Harms und Werner Schulz während des...

10:25 Uhr: Präses Niersbach war viele Jahre lang Pressesprecher des DFB und in dieser Funktion Vorgänger von Harald Stenger. Man darf gespannt sein, ob der Pressechef a.D. dem "jungen Hüpfer" Stenger heute noch mal zeigt, wo der Hase lang läuft. Sicher ist indes die Rolle von Oliver Bierhoff. Der sympathische Organisations-Maniac wird alles daran gesetzt haben, dass die Truppe von Jogi Löw p.e.r.f.e.k.t.e Bedingungen vorgefunden hat. Wie die aussehen? Erklärt er gleich selbst...

10.20 Uhr: Nur noch ein Tag bis zum Duell der Giganten zwischen Deutschland und Italien. Und weil sich alle Spieler bis ins Letzte auf diesen Kassenschlager konzentrieren sollen, treten heute die Macher aus dem Hintergrund vor das Mikro: DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, bekannt aus aus dem Sepp Maier-Klassiker "We are the Champions" und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff, der sich im Gegensatz zu Niersbach den Titel "Champion" auf dem Platz verdient hat.

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