Sport : Ljuboja rettet Trapattoni Der Serbe trifft bei Stuttgarts 1:1 in Frankfurt

Oliver Trust

Frankfurt (Main) - Erst nach 63 Spielminuten wurde Giovanni Trapattoni etwas ruhiger an der Seitenlinie. Der Trainer des VfB Stuttgart hatte lange wild gestikuliert, gepfiffen, mit den Armen gerudert. Es war kaum zu übersehen, dass er unzufrieden war mit der Vorstellung seiner Mannschaft. Bis zu dieser 63. Minute eben lagen die Schwaben vor 41 500 Zuschauern bei Eintracht Frankfurt zurück. Es sah lange nach der ersten Auswärtsniederlage der Stuttgarter aus. Und sie wäre vielleicht sogar verdient gewesen. Aber wie so oft in den vergangenen Wochen fand sich ein Retter im weißen Trikot. Als der 66 Jahre alte Trapattoni also verzweifelt an der Seitenauslinie das Unheil kommen sah, brachte der Serbe Danijel Ljuboja den Ball zum 1:1-Endstand im Netz unter.

Ioannis Amanatidis hatte Frankfurt per Kopf in der 19. Minute in Führung gebracht. Die Frankfurter hatten danach bei Schneefall und eisigen Temperaturen beste Chancen ausgelassen und so den vierten Heimsieg gegen eine lange planlose Stuttgarter Mannschaft verschenkt. „Wir haben uns so ab der 50. Minute zu sehr hinten reindrängen lassen. Das darf uns nicht passieren. Deshalb haben wir es verpasst, uns klar abzusetzen“, sagte Frankfurts Torschütze Amanatidis. Und Giovanni Trapattoni meinte: „Ich hoffe, wir machen nicht so weiter, sonst stellen wir einen neuen Rekord an Unentschieden auf. Diesmal aber war es gerecht.“

Immerhin können die Schwaben weiter für sich in Anspruch nehmen, in der Bundesliga auswärts ungeschlagen zu bleiben. Für Trapattoni aber bleibt es ungemütlich. Bis zur Winterpause müsse der VfB Stuttgart 26 Punkte auf dem Konto haben, hatte VfB-Präsident Erwin Staudt kürzlich verlangt. Aus den drei Spielen gegen Bayern München, Schalke 04 und Hertha BSC muss Giovanni Trapattoni demnach nun noch acht Punkte holen.

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