Sport : Locker, aber nicht lässig

André Görke

Die Woche hatte prächtig begonnen: Nach dem 5:1-Sieg gegen Kaiserslautern am vergangenen Wochenende hatte Herthas Trainer Falko Götz seinem Stürmer Alex Alves einen kurzen Sonderurlaub gegönnt, und von dieser Geste war Alves derart entzückt, dass er versprach, pünktlich wieder in Berlin aufzutauchen. Alves hielt Wort, und Götz war zufrieden.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Heute Nachmittag spielt Hertha BSC beim 1. FC Köln, dem Tabellenletzten, und vor dem Abflug ins Rheinland verkündete Herthas Trainer gutgelaunt eine weitere nette Botschaft: Dick van Burik wird gegen Köln wieder im Kader stehen. Dachten zumindest alle. Auch Götz. Herthas Abwehrchef war am Mittwoch nach seiner Innenbanddehnung im rechten Kniegelenk wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Gestern Nachmittag verspürte Dick van Burik dann doch wieder Schmerzen. Diagnose: Wasser im Knie. Somit wird der Holländer wie zuletzt schon gegen 1860 München und Kaiserslautern auch in Köln fehlen. Immerhin kehrt Mittelfeldspieler Andreas Schmidt ins Team zurück. Beim 5:1-Sieg über Kaiserslautern hatte Schmidt wegen seiner fünften Gelben Karte nur auf der Tribüne gesessen.

Trotz der Knieprobleme von van Burik entspannt sich Herthas Personalsituation so langsam. Bei dem seit über vier Monaten verletzten Sebastian Deisler gibt es wieder Hoffnung. Herthas Spielmacher hat am Donnerstagnachmittag erstmals leicht auf einem Nebenplatz trainiert, wann er aber ins Mannschaftstraining einsteigen kann, ist noch unklar. Neben Deisler fehlen in Köln auch René Tretschok, Andreas Neuendorf und Christian Fiedler.

Auch der 1. FC Köln hat einige Probleme. Dem Tabellenletzten stehen Dirk Lottner (Grippe), Lilian Laslandes (Rot-Sperre) und Alexander Voigt (Gelb-Sperre) nicht zur Verfügung. Fraglich ist, ob Markus Kurth (Anzeichen einer Grippe) auflaufen kann. Dagegen soll Christian Timm seine Hüftprobleme überwunden haben und als einzige Kölner Spitze agieren.

Der 1. FC Köln hat seit dem 24. November nicht mehr gewonnen und wird in der kommenden Saison wohl eher nach Mannheim reisen als nach München. Ein leichtes Auswärtsspiel? Naja. Gegen Gegner wie die Kölner hat es Hertha BSC mit verblüffender Regelmäßigkeit geschafft, peinliche Niederlagen zu kassieren, und genau deshalb sagt Falko Götz: "Wir wollen nicht die Deppen sein, die die Kölner wieder aufbauen. Es wird das schwierigste Spiel seit meinem Amtsantritt bei Hertha BSC." Nach zuletzt drei Siegen in drei Spielen wirke die Mannschaft gelöst, sagt Manager Dieter Hoeneß. "Es ist wieder Lockerheit eingekehrt. Aber wir dürfen jetzt nicht Lockerheit mit Lässigkeit und Selbstbewusstsein mit Selbstgefälligkeit verwechseln."

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