Sport : Longo verklagt Anti-Doping- Agentur

Paris - Die erfolgreichste Radsportlerin der Geschichte, Jeannie Longo, wehrt sich gegen den gegen sie erhobenen Dopingverdacht. Die Französin, die mit 52 Jahren weiter zur Weltspitze gehört, will die französische Anti-Doping-Agentur AFLD wegen Verletzung der Schweigepflicht verklagen. „Zu sagen, dass eine Vorverurteilung stattgefunden hat, ist eine Untertreibung. Es ist ein signifikanter Schaden entstanden“, teilte Longos Anwalt mit.

Die AFLD hatte jüngst bekannt gegeben, dass Longo dreimal in den vergangenen 18 Monaten falsche oder unzureichende Angaben über ihren Aufenthaltsort gemacht. Die sogenannten „Missed Tests“ sind zwar kein direkter Dopingfall, können aber sehr wohl eine Sperre nach sich ziehen. Der amerikanische Radprofi Joe Papp hatte im September zudem berichtet, dass er Longos Ehemann und Trainer Patrice Ciprelli im April 2007 Epo verkauft habe, das offenbar für dessen Frau bestimmt war. Die französische „L’Equipe“ hatte E-Mails zwischen Papp, Ciprelli und einer chinesischen Kontaktperson veröffentlicht. Der Französische Radsport-Verband suspendierte Ciprelli und leitete ein Disziplinarverfahren ein. dapd

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