Sport : Madsen degradiert Schwimmer

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Berlin - Jetzt ist klar, was Örjan Madsen, der Cheftrainer der deutschen Schwimmer, gemeint hat, als er nach der schlechten Bilanz seines Teams bei der WM in Melbourne personelle Konsequenzen ankündigte. Die Freistil-Spezialisten Lars Conrad und Jens Schreiber, die bei der WM enttäuschten, gehören nicht mal mehr dem erweiterten Nationalmannschafts-Kader an. Bei der Trainertagung in Kamen präsentierte Madsen sein neues Top-Team und einen erweiterten Kader. Das fünfzehnköpfige Top-Team wird vom Verband gefördert, die Mitglieder des siebzehnköpfigen erweiterten Kaders müssen einen Teil der Trainingsmaßnahmen selber bezahlen. Thomas Rupprath, Vize-Weltmeister über die nicht-olympischen 50 Meter Rücken, sowie Anne Poleska, Olympiadritte über 200 Meter Brust, sind nur noch im erweiterten Kader. Bislang gehörten sie zum Top-Team für Olympia. In diese sportliche Spitzengruppe rücken dagegen Steffen Deibler und Andreas Lösel.

Zudem reduziert Madsen die Dauer der letzten beiden Höhentrainingslager vor den Olympischen Spielen. Statt wie geplant vier Wochen werden die Topschwimmer nur noch drei Wochen in dünner Luft trainieren. Dieser Zeitplan passt zum modifizierten Trainingskonzept. In Zukunft sollen der Schnelligkeitsbereich intensiver geübt und mehr Wettkämpfe besetzt werden. Und Madsen legt Wert darauf, dass ein Mentaltrainer beim Wettkampf und möglichst auch bei den Trainingslagern ist. In Melbourne war kein Psychologe beim Team. fmb

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