Mainz 05 : Einmal verlässt Fathi die Unauffälligkeit – mit Folgen

Der ehemalige Herthaner Malik Fathi leitet bei seinem Einstand für Mainz den Erfolg ein und feiert einen 1:0-Sieg über Gladbach

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Mainz 05 bleibt in der Fußball-Bundesliga im eigenen Stadion weiterhin ungeschlagen. Vor 20 300 Zuschauern gewann das Team gegen Borussia Mönchengladbach glücklich 1:0 und feierte damit den siebten Heimsieg. „Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir jetzt noch in die Abstiegszone rutschen“, sagte Manager Christian Heidel. „Das ist ein optimaler Start in die Rückrunde, einfach überragend.“ Auf der Suche nach neuen, kurzfristigen Zielen formulierte Heidel: „Wir wollen in Berlin punkten.“ Im Berliner Olympiastadion spielt Mainz am nächsten Samstag gegen Hertha BSC.

Allerdings gab es gestern auch eine schlechte Nachricht für die Mainzer: Kapitän Tim Hoogland hatte sich verletzt. Der 24-Jährige erlitt nach einem Pressschlag einen Außenmeniskusriss und einen Anriss des Innenbandes im rechten Knie. Hoogland wird morgen operiert.

Sechs Tage, nachdem er von Spartak Moskau ausgeliehen worden war, stand Malik Fathi erwartungsgemäß in der Startelf von Mainz 05. Doch seinen Einstand hatte sich der frühere Hertha-Spielers in vielen Phasen ganz anders vorgestellt. Der ehemalige Nationalspieler war bis zur Pause der schwächste Mainzer Profi – technisch unsicher, schlecht postiert, zu langsam.

Und so war es fast kurios, dass ausgerechnet Fathi in der 43. Minute die unverdiente Führung für Mainz 05 vorbereitete. Nach der Ecke von Elkin Soto köpfte der Linksverteidiger den Ball mit hohem Tempo in Richtung Mönchengladbacher Tor, Keeper Logan Bailly lenkte den Ball an die Latte, und beim Abwehrversuch von Marco Reus landete der Ball vor den Füßen des Innenverteidigers Bo Svensson, der so zu seinem ersten Treffer im Trikot von Mainz 05 kam. Ausgerechnet Reus, der bis dato beste Spieler auf dem Platz. Und doppelt bitter für Borussia Mönchengladbach, denn die Mannschaft hatte zuvor durch Raul Bobadilla (4., 15., 41.) sehr gute Möglichkeiten gehabt. „Wir hatten fünf, sechs hochkarätige Chancen. Wir hätten hier mindestens einen Punkt mitnehmen müssen", sagte Gladbachs Trainer Michael Frontzeck.

Die Mainzer taten sich schwer gegen die schnellen Gladbacher. Auch nach ihrer Führung kamen die Mainzer selten vor das Gladbacher Tor. Sie gewannen in erster Linie wegen ihres Kampfgeistes.

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