MATTHIAS SAMMER : „Wir wollten alles mitnehmen“

M. Sammer
M. SammerFoto: dpa

Herr Sammer, können Sie als Bayern- Sportvorstand so eine Saison in Worte fassen?

Kaum, das hat ja noch keiner in Deutschland erlebt. Wir sind die siebte Mannschaft in Europa, die ein Triple gewonnen hat. Wir wollten von Anfang an alles mitnehmen, was geht. Das ging mit dem Supercup los und endet jetzt mit diesen drei Titeln.  Wir haben unglaublich hart dafür gearbeitet und haben das sehr, sehr toll gemacht.

Kann man das überhaupt noch übertreffen?

Natürlich werden die Meinungen kommen, das nächste Jahr könnte schwierig werden, da müsste man sich beweisen. Ich finde, wir haben alle Schwierigkeiten schon gelöst, und es hat keiner großartig gemerkt.

Welche Schwierigkeiten?

Wenn man im Winter so eine Entscheidung wie den Trainerwechsel bekanntgibt, braucht man schon so eine großartige Persönlichkeit wie Jupp Heynckes, der es annimmt. Trotzdem war es nicht ganz so einfach für alle Beteiligten. Wir haben da fantastisch zusammengehalten. Deshalb gebührt allen Mitarbeitern von Bayern München das Triple.

Ist das jetzt die Goldene Generation des FC Bayern, besser als die Mannschaft der siebziger Jahre?

Ich bin der Meinung, dass die Mannschaft es schwer genug hatte, und einzelne Spieler es noch schwerer. Aufgrund der Tradition des FC Bayern und der Tradition des deutschen Fußballs. Es ist nicht einfach, in einem Klub wie Bayern München immer mit Namen konfrontiert zu werden: Beckenbauer, Müller, Maier, Breitner, Matthäus, Kahn, Effenberg – da muss man aufpassen, dass man nicht untergeht. Aber Kritik muss man aushalten und umwandeln und irgendwann große Titel gewinnen. Da muss man Ellbogen zeigen und, wenn es geht, das Ganze noch toppen. Und das haben die Spieler geschafft.

Kann man einen Pokalhelden wie Mario Gomez ziehen lassen?

Es ist Fakt, dass er noch einen Vertrag bei uns hat. Alles andere sind Spekulationen, die nicht am heutigen Abend besprochen werden müssen.

Was haben Sie nach dem Spiel zu Jupp Heynckes gesagt?

Respekt und Glückwunsch. Manchmal muss man nicht viel sagen.

Aufgezeichnet von Benedikt Voigt.

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