• Max Meyer trifft zum 1:0-Sieg bei NK Maribor: FC Schalke 04 im Achtelfinale der Champions League

Max Meyer trifft zum 1:0-Sieg bei NK Maribor : FC Schalke 04 im Achtelfinale der Champions League

Ein Tor von Max Meyer reicht dem FC Schalke 04 bei NK Maribor zum Sieg und weil der FC Chelsea gegen Sporting Lissabon Schützenhilfe leistet, steht auch der vierte Bundesligist im Achtelfinale der Champions League.

Der Moment der Erlösung. Max Meyer (l.) trifft zum 1:0 für die Schalker.
Der Moment der Erlösung. Max Meyer (l.) trifft zum 1:0 für die Schalker.Foto: Reuters

Der Ball fiel direkt vor die Füße von Max Meyer. Fußballer träumen manchmal von solchen Situationen: Der Torwart liegt bereits am Boden, man selbst muss nur noch den Fuß hinhalten und schon fallen die Mitspieler jubelnd über einen her. Es ist nicht überliefert, wie oft Meyer solch eine Situation überhaupt schon in Gedanken durchgespielt hat, aber am Mittwochabend blieb der 19 Jahre alte Fußballer des FC Schalke 04 erstaunlich cool, als es dann tatsächlich soweit war. Maribors Torhüter konnte den Ball nach gut einer Stunde nur nach vorn abwehren, wo der gerade erst eingewechselte Meyer schon wartete und nach rund einer Stunde zum 0:1 einschoss.

Es sollte das einzige Tor bleiben, der FC Schalke 04 siegte glanzlos bei NK Maribor und erreichte als vierter und letzter deutscher Vertreter das Achtelfinale der Champions League, weil zeitgleich Schalkes Rivale Sporting Lissabon 1:3 beim FC Chelsea verlor. Bereits in der vergangenen Saison hatte sich Schalke erst am letzten Spieltag durch ein 2:0 gegen den FC Basel für die Runde der letzten 16 Mannschaften qualifiziert.

„Die erste Halbzeit war nicht ok, aber wir haben wenig zugelassen und wurden in der zweiten Halbzeit immer besser. Ich denke, es ist absolut verdient, dass wir hier als Sieger vom Platz gehen“, sagte Schalkes Kapitän Benedikt Höwedes.
Das Spiel war ein Abbild der bisherigen Schalker Saison, es gab Höhen und Tiefen, schön anzusehende Kombinationen und unerklärliche Passivität. Auch in der Champions League hatten die Gelsenkirchner wechselhafte Leistungen gezeigt. Beim FC Chelsea spielte das Team hervorragenden Fußball und holte ein 1:1, zu Hause ging Schalke dann grandios beim 0:5 unter.

Das Spiel war ein Abbild der bisherigen Schalker Saison

Der Druck des Gewinnenmüssens ließ die Spieler des Bundesligisten verkrampfen, vor allem in der ersten Halbzeit brachte Schalke kaum etwas Konstruktives zustande. Den ersten halbwegs gefährlichen Angriff schloss Angreifer Klaas-Jan Huntelaar zu überhastet ab. Da waren schon 44 Minuten gespielt.

Maribor wirkte mutiger, durch einen Sieg hätten die Slowenen immerhin noch die Europa League erreichen können. So begannen die Gastgeber offensiv, aber zunächst fehlte es an der nötigen Präzision. Meistens war immer noch ein Schalker dazwischen. So auch nach rund zwanzig Minuten, als Atsuto Uchida nach einem Eckball gleich zwei Mal kurz vor der eigenen Linie retten musste.

Die Aktion setzte nicht nur bei Maribors Spielern Kräfte frei, auch auf den Rängen wurde es nun munterer. Mitte der ersten Halbzeit stieg lila Rauch hinter dem Tor von NK Maribor in den slowenischen Nachthimmel, es wurde gezündelt und gejohlt. Vermutlich ahnten Maribors Fans da bereits, dass von dieser Schalker Mannschaft an diesem Abend nur wenig Gefahr ausgehen würde. Allerdings traf das auch auf ihre eigene Mannschaft zu.

Der eingewechselte Max Meyer trifft zum Sieg

Schalke kam deutlich entschlossener aus der Halbzeitpause und wäre beinahe durch Huntelaar in Führung gegangen. Doch der Holländer traf aus drei Metern nur den Innenpfosten, der Ball trudelte auf der Linie entlang, ohne sie vollständig zu überqueren. Kurz darauf traf Meyer.

Anschließend stellten die Schalker ihre Angriffsbemühungen fast vollständig ein. Das Ergebnis sollte verwaltet werden, was angesichts der Harmlosigkeit der Slowenen auch nicht weiter schwer fiel. Maribor konnte sich keine richtige Torchance mehr erspielen, das Tempo der ersten Halbzeit schien zu hoch gewesen zu sein. Und so konnten die Schalker beruhigt warten, ehe der Schiedsrichter die unansehnliche Schlussphase mit einem beherzten Pfiff beendete.

„Jetzt können nur noch starke Gegner kommen“, sagte Benedikt Höwedes mit Blick auf die Auslosung am kommenden Montag, wo auf Schalke als Gruppenzweiter ein Gruppensieger wartet. „In der letzten Saison hatten wir Real Madrid, es wäre schön, wenn wir so einem Gegner noch aus dem Weg gehen könnten.“ Das ist den Schalkern zu wünschen. Gegen Real verloren sie damals 1:6 und 1:3. (Tsp)

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