Sport : Meister der Defensive

Stuttgart siegt in Hannover 1:0 und rückt auf Rang zwei vor

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Hannover (Tsp). Es ist noch nicht lange her, dass Hannover 96 wegen katastrophaler Defensivleistungen in akuter Abstiegsgefahr steckte. Inzwischen hat die Mannschaft einen Trainer, dessen vorrangiges Ziel die Verteidigung des eigenen Tores ist. Doch gestern fand die Mannschaft von Ewald Lienen ihren Meister. Nach fünf Spielen ohne Niederlage verlor Hannover 0:1 gegen den VfB Stuttgart und steckt nun wieder in der Gefahrenzone der FußballBundesliga. Der VfB Stuttgart hingegen hat nach neun Spielen ohne Niederlage die direkte Qualifikation für die Champions League im Blick. Die Mannschaft von Trainer Felix Magath verdrängte mit 60 Punkten zumindest für eine Nacht den FC Bayern München (59) vom begehrten zweiten Platz. Der Rekordmeister kann den VfB im Münchner Derby gegen den TSV 1860 an diesem Sonntag aber wieder auf Rang drei zurückwerfen.

Silvio Meißner erzielte schon in der Anfangsphase das einzige Tor des Spiels, das dem VfB Stuttgart trotz einer Durchschnittsleistung den neunten Auswärtssieg in dieser Saison bescherte. Der Volleyschuss des Mittelfeldspielers prallte von der Latte hinter der Linie auf und sprang wieder ins Feld zurück. Hannover 96 verstärkte vor 27 537 Zuschauern vor allem in der zweiten Halbzeit die Angriffsbemühungen, konnte aber mit einer umständlichen Spielweise die Stuttgarter nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen.

„Nach einem Sonntagsschuss hat unsere Abwehr überzeugt und gezeigt, dass sie die stärkste der Liga ist“, sagte VfB-Trainer Magath. Die frühe Führung erhöhte das Selbstbewusstsein der Stuttgarter. Sie gewannen die Mehrzahl der Zweikämpfe und standen in der Abwehr sicher. Im Spiel nach vorne offenbarte aber auch der VfB erhebliche Mängel. „Das Tor durfte nicht passieren“, sagte Hannovers Trainer Lienen. „Da war zu wenig Leidenschaft im Spiel.“ Seine Mannschaft wirkte durch das erste Gegentor nach 357 Spielminuten verunsichert. Neben der Niederlage müssen die Niedersachsen auch eine Geldstrafe durch den DFB befürchten. Ihre Anhänger hatten ein Glas auf das Spielfeld geworfen. Schiedsrichter Stefan Trautmann hielt den Vorfall in seinem Bericht fest.

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