Sport : Meisterlich gegen den Rekordmeister Alba Berlin besiegt Leverkusen 101:73

Ingo Schmidt-Tychsen

Berlin - Vor Freude klopfte sich Ajmal Basit zweimal mit der Faust gegen die Stirn. Soeben hatte er die ersten beiden Punkte im Basketball-Bundesligaspiel zwischen Alba Berlin und den Bayer Giants Leverkusen erzielt. Mehr Grund zur Freude sollte Basit nicht haben. Die frühe Führung blieb die einzige für Leverkusen im gesamten Spiel, so klar dominierten die Berliner das Geschehen vor 7154 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle und siegten 101:73 (51:44). Beste Werfer der Berliner waren Jovo Stanojevic (25), Hollis Price (17, davon fünf Dreier) und Mike Penberthy (16/vier Dreier).

Alba festigte mit dem vierten Sieg im vierten Spiel die Tabellenführung. Zuletzt hatten die Berliner 2002/2003 zu Beginn einer Saison viermal in Folge gewonnen. In dieser Saison wurde Alba letztmals Deutscher Meister. In der Form, in der sich die Mannschaft gestern präsentierte, erscheint ihr Saisonziel realistisch, den nationalen Titel wieder zu gewinnen. „Ich glaube nicht, dass uns ein anderes Team schlagen kann, weil es besser ist als wir. Wir können uns in dieser Saison nur selber schlagen“, sagte Mike Penberthy.

Auch die Leverkusener, deutscher Rekordmeister, waren gut in die Saison gestartet, mit zwei Siegen und einer knappen Niederlage gegen die überraschend starken Tübinger. Doch gegen Alba hatte Leverkusen von Anfang an keine Chance. Mit einem Dreipunktewurf des ehemaligen Leverkusener Flügelspielers Demond Greene setzte sich Alba im ersten Viertel 24:10 ab. Es war die höchste Führung der ersten Halbzeit, an deren Ende Leverkusen durch geschickte Wechsel zwischen Mann- und Zonenverteidigung noch einmal bis auf 44:47 herankam.

Hatte Alba Berlins Trainer Henrik Rödl ab der Mitte der ersten Hälfte mit Spielerwechseln experimentiert und die Leverkusener vielleicht auch dadurch beinahe zurück ins Spiel gebracht, so zeigten die Stammkräfte zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder, wie überlegen sie ihrem Gegner tatsächlich sind. Der Berliner Center Jovo Stanojevic schloss eine 20:7-Serie zum 71:51 mit einem sehenswerten Korbleger ab. Basit hatte sich mit beiden Händen an Stanojevics Wurfarm gehängt – irgendwie schaffte dieser es trotzdem, den Ball in den Korb zu bugsieren.

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