Sport : Mit Beulen nach Athen

Aachen spielt im Uefa-Cup nur 2:2 – und muss nun zum Weiterkommen siegen

Erik Eggers[Aachen]

Die Anhänger von Alemannia Aachen, wussten, auf wen es gestern bei ihrer Mannschaft vor allem ankommen würde. Schon vor dem Uefa-Cup-Spiel gegen Zenit St. Petersburg wurde im Kölner RheinEnergie-Stadion der Aachener Mannschaftskapitän bejubelt. Eric Meijer wurde in Sprechchören gar als „Fußballgott“ gefeiert. Für Aachener Verhältnisse ist der Niederländer das vielleicht. Und immerhin gelang dem 35-jährigen Niederländer gestern auch ein Tor. Das aber reichte dem deutschen Zweitligisten nicht, um die russische Spitzenmannschaft zu schlagen. Vor 25 000 Zuschauern spielte die Alemannia 2:2 (1:1). Nun können die Aachener nur noch mit einem Sieg in ihrem letzten Gruppenspiel bei AEK Athen die nächste Runde im Uefa-Pokal erreichen.

Die Aachener begannen offensiv, bereits in den ersten Minuten hätte der Führungstreffer fallen können. Der Aachener Offensivdrang zahlte sich aber erst nach 25 Minuten aus. Nach einem Pass von Pinto stoppte Meijer den Ball mit der Brust und hämmerte ihn unter die Torlatte – der Außenseiter führte. Und wer weiß, hätte Moses Sichone in der 33. Minute nicht den Pfosten sondern ins Tor des Gegners getroffen, das Spiel hätte wohl einen anderen Verlauf nehmen können. So kam es aber anders: Weil Sichone nach seiner vergebenen Chance Gegenspieler Kerschakow im Aachener Strafraum foulte und Radimow den fälligen Elfmeter zum 1:1 verwandelte. Nach dem Tor wurde St. Petersburg aktiver – manchmal sah das recht robust aus. So rammte Radimow Gegenspieler Pinto im Vorbeigehen. Eine Tätlichkeit, die Schiedsrichter Sorin Corpodean aus Rumänien nur die Gelbe Karte wert war.

Die Aachener hatten auch in der zweiten Halbzeit gute Chancen. Doch gingen sie leichtfertig damit um – auch „Fußballgott“ Eric Meijer, dessen Arbeitstag nach 73 Minuten beendet war. Danach wurde es dann aber noch mal turbulent. Gorschkows Kopfballtor schien kurz nach Meijers Abgang die Entscheidung zugunsten von St. Petersburg zu sein. Doch in der 89. Minute kam Aachen doch noch zum Ausgleich: Nach einem Foul an Ivelumo im Strafraum der Russen entschied der Schiedsrichter auf Foulelfmeter. Eine zweifelhafte Tat, Ivelumo ließ sich wohl ohne Berührung fallen. Stefan Blank war es egal – der Aachener verwandelte den Strafstoß zum verdienten 2:2. In der Schlussminute sah Pinto dann nach einem Foul noch gelb rot: Er wird Aachen beim letzten Spiel in Athen fehlen.

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