Sport : Mit leichtem Rückenwind Nürnberg holt beim 1:1

in Gladbach einen Punkt

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Gleiche Höhe. Zwischen Gladbach und Nürnberg gab es keinen Sieger. Foto: dpa Foto: dpa
Gleiche Höhe. Zwischen Gladbach und Nürnberg gab es keinen Sieger. Foto: dpaFoto: dpa

Mönchengladbach - Auf zwei Mannschaften, neben der eigenen, hat Dieter Hecking gestern ein besonderes Auge geworfen. In der Vorsaison gelang seinen Spielern vom 1. FC Nürnberg erst in den Relegationsspielen gegen Augsburg der Klassenerhalt, deshalb interessieren Hecking die Aufsteiger als potenzielle Konkurrenten im Abstiegskampf nun speziell. Hecking registrierte, dass sowohl Kaiserslautern wie auch St. Pauli bei ihrer Rückkehr in die Bundesliga Auswärtssiege feierten. Grund genug für Nürnbergs Trainer, das Duell mit den Kontrahenten zumindest einmal verbal aufzunehmen.

Das eigene 1:1 (1:1) in Gladbach, in der Vorsaison immerhin vier Plätze besser als Nürnberg, gab dem 45-Jährigen dabei Rückenwind. „Es ist immer gut für die Liga, wenn vermeintliche Außenseiter wie Kaiserslautern oder St. Pauli Ausrufezeichen setzen“, sagte Hecking und fügte hinzu: „Auch wir haben ein Ausrufezeichen gesetzt.“ Zumindest ein kleines. „Vor allem in den ersten 30 Minuten“, fand der Trainer, habe sein Team „vieles richtig gemacht“. So erkannten seine Kicker, dass Gladbach unter der heißen Augustsonne einen eher gemächlichen Start in die Saison bevorzugte – und reagierten angemessen: Bei einer Flanke von Juri Judt verlor VfL-Innenverteidiger Roel Brouwers Nürnbergs Jens Hegeler aus den Augen. Der 22-Jährige konnte seelenruhig zum 1:0 einköpfen und sagte später: „Gut, dass ich so alleine da stand.“

Etwas mehr Gegenwehr erfuhr Mohamadou Idrissou bei seinem Ausgleichstor. Nach einem Zuspiel von Marco Reus ließ der aus Freiburg gekommene Kameruner zunächst Timmy Simons elegant ins Leere laufen, ehe er die Aktion mit einem gezielten Schlenzschuss ins Toreck abschloss.

Erst gegen Ende der Partie wurde Gladbach – vorrangig mit Hilfe von Fernschüssen – seiner leichten Favoritenrolle gerecht. Sportdirektor Max Eberl stellte fest: „Wir haben noch Luft nach oben.“ Auch Michael Frontzeck fand, dass seine Mannschaft „ein Stück weit enttäuscht“ hatte, aber der Gladbacher Trainer wusste: „Es war wichtig, zumindest den einen Punkt mitzunehmen – auch wenn wir drei haben wollten.“Andreas Morbach

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