Sport : Mit russischer Ruhe

Zwei Moskauerinnen im Finale der French Open

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Paris Die beiden Moskauerinnen Anastasia Myskina und Jelena Dementjewa haben bei den French Open in Paris Tennis-Geschichte geschrieben. Zum ersten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier wird es ein russisches Frauen-Finale geben. Noch nie hat eine Russin die French Open gewonnen. Auf ihrem Weg ins Endspiel besiegte Myskina vor 16 000 Zuschauern überraschend Jennifer Capriati, die Paris-Siegerin von 2001. Im Halbfinale bezwang die vom Leipziger Trainer Jens Gerlach betreute Myskina die US-Amerikanerin unerwartet leicht mit 6:2, 6:2. Dementjewa hatte zuvor gegen die Argentinierin Paola Suarez mit 6:0, 7:5 gewonnen.

„Ich bin überrascht immer noch in Paris zu sein“, sagte Myskina. „Irgendetwas stimmte mit Jennifer nicht.“ In der Tat unterliefen der routinierten US-Amerikanerin viele Fehler. Capriati haderte mitunter mehr mit sich selbst als mit der Gegnerin. Doch alle Wutausbrüche nutzten der Favoritin nicht. Nach nur 61 Minuten Spielzeit verließ Capriati, die im Viertelfinale Landsfrau Serena Williams besiegt hatte, enttäuscht den Platz.

Das Match Dementjewa gegen Suarez stand indes auf einem schwachen Niveau. Es grenzte an ein Wunder, dass die ganz schlecht aufschlagende Russin im ersten Satz nicht ein Spiel abgeben musste. Im zweiten Satz wurde es enger, doch Suarez war selbst zu schwach, um das Spiel noch zu wenden. „Ich war ein bisschen müde nach fast zwei Wochen Sandplatztennis“, sagte Dementjewa.

Die letzte Russin vor Myskina und Dementjewa im Finale der French Open hieß 1988 Natascha Zwerewa. Auch sie ging in die Geschichte ein: Zwerewa unterlag damals Steffi Graf in nur 34 Minuten mit 0:6, 0:6 – ein Negativrekord. Tsp

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