Sport : Mit viel Engagement ausgeschieden

TeBe unterliegt Cottbus im DFB-Pokal mit 0:3

Karsten Doneck

Berlin – Das erste schmerzhafte Zeichen für die Robustheit des Gegners spürte Gökhan Ahmetcik schon nach 120 Sekunden. Nach einem Pressschlag mit Dimitar Rangelow musste der Abwehrspieler von Tennis Borussia erst einmal neben der Seitenlinie eine Weile lang seinen linken Fuß kühlen lassen. Nicht nur in dieser Szene war TeBe dem vier Klassen höher spielenden FC Energie Cottbus gestern Abend nicht gewachsen. Die Borussen schieden erwartungsgemäß vor 3511 Zuschauern im Mommsenstadion gegen den Bundesligisten mit 0:3 (0:2) in der ersten Runde des DFB-Pokals aus.

„Wir wussten, dass es ein Geduldsspiel werden würde. Zum Glück haben wir schnell das 1:0 und 2:0 gemacht, danach haben wir das Spiel abgeklärt nach Hause gebracht“, sagte Energies Kapitän Timo Rost. Die Tore, sehenswert herausgespielt, erzielten der agile Dimitar Rangelow (2) sowie Branko Jelic. Doch trotz des klaren Resultats überzeugte die Mannschaft von Trainer Bojan Prasnikar gegen den sich mit viel Engagement wehrenden Oberligisten nicht. Eine Woche vor dem Bundesligastart mit dem Heimspiel gegen den Aufsteiger TSG Hoffenheim dominierten die Cottbuser physisch zwar deutlich, aber offensichtlich fehlte einigen Profis die geistige Frische. Der Spielaufbau geriet recht langatmig, klar strukturierte Spielzüge fehlten, die Offensive insgesamt blieb harmlos.

Tennis Borussia, gegenüber der vorigen Saison mit einer fast völlig neu formierten Elf, zeigte gestern Abend wenig Respekt vor dem scheinbar übermächtigen Kontrahenten. Doch vor Probleme stellte der TeBe-Angriff die Cottbuser Abwehr kaum. Immerhin wird dem Klub das Ausscheiden in der ersten Pokalrunde mit knapp 98 000 Euro versüßt. Mit einer solcher Summe bestreiten andere Oberligisten ihren Etat für eine ganze Saison.

Gegen Ende der Partie kam es zu kleinen Rangeleien im Block der Energie-Fans auf der Gegengeraden. Die massiv aufziehende Polizei hatte die Lage jedoch sofort unter Kontrolle, es kam zu zwei Festnahmen. Karsten Doneck

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