Sport : Motiviert in den Regen

Herthas Bastürk, Kovac und Simunic im Training

Ingo Schmidt-Tychsen

Berlin - Freitagnachmittag, 13.50 Uhr, vor der Geschäftsstelle von Hertha BSC in der Hanns-Braun-Straße. Es regnet. Josip Simunic scheint das nicht zu stören. Mit einem breiten Grinsen steigt der Fußballer aus seinem silbergrauen Porsche. Die meisten seiner Kollegen haben einen freien Nachmittag. Nur Simunic, Nico Kovac, Yildiray Bastürk und Alexander Madlung müssen noch eine Trainingseinheit extra absolvieren. Doch auch das macht Simunic offensichtlich nichts aus. „Wir gehen jetzt laufen. Das mache ich ohnehin am liebsten“, scherzt er.

Gestern haben die Nationalspieler Bastürk, Kovac und Simunic erstmals wieder am Training teilgenommen. Simunic und Kovac hatten in der Weltmeisterschafts-Qualifikation vor vier Wochen für Kroatien gespielt, Bastürk für die Türkei. Erfolgreich waren dabei vor allem Simunic und Kovac. Mit Kroatien schafften sie einen 3:1-Sieg gegen Bulgarien. Sie führen ihre Qualifikationsgruppe an. „Das war unheimlich wichtig und motiviert mich auch jetzt noch, wenn ich daran denke“, sagt Simunic.

Nach den Länderspielen hatten die Nationalspieler dreieinhalb Wochen Urlaub. „Das war sehr wichtig, besonders für den Kopf“, sagt der Verteidiger. Dass er den einwöchigen Trainingsrückstand schnell aufholen werden, steht für Simunic aber außer Frage. „Ich habe schließlich ein bisschen was getan im Urlaub.“ Auch Trainer Falko Götz war wohl ganz zufrieden mit dem ersten Training seiner Neuankömmlinge. „Alle drei haben das Training überlebt.“

Harmonie überall. Fast überall. Alexander Madlung kam zum morgendlichen Training ein paar Minuten zu spät. Deshalb musste der junge Verteidiger die außerplanmäßige Einheit mit den Nationalspielern absolvieren. Zum heutigen Training um 10 Uhr will er wieder pünktlich erscheinen. Denn seinen Einsatz im Freundschaftsspiel beim Werderaner FC (15.30 Uhr, Arno-Frantz-Sportplatz in Werder, es gibt keine Karten mehr) wird Madlung nicht gefährden wollen. Trainer Falko Götz will im Freundschaftsspiel alle Spieler zum Einsatz kommen lassen: „Wir spielen in den beiden Halbzeiten mit zwei unterschiedlichen Mannschaften.“ Götz nimmt das erste Trainingsspiel der Saison gegen den Klub aus der Landesklasse nicht ganz so ernst: „Das wird so etwas wie das Auslaufen vom Training am Vormittag.“

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