Nach 2:0 gegen Nordirland : Joachim Löw denkt schon an Russland

Nach drei Siegen in den ersten drei Spielen eilt die Nationalelf der frühen Qualifikation für die WM 2018 entgegen. Bundestrainer Löw lässt bereits die Planungen für die Endrunde in Russland anlaufen.

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Nach dem souveränen Heimspiel-Doppelsieg kann der Fußball-Bundestrainer seine Planungen in Richtung Fußball-WM 2018 bereits vorantreiben. Schon in der kommenden Woche wird Joachim Löw seinen Trainerstab und dazu U21-Coach Stefan Kuntz in der DFB-Zentrale versammeln, um die nächsten sportlichen Aufgaben abzustimmen.

„Die Herausforderung liegt darin, das immer wieder zu bestätigen. Im Moment ist Aserbaidschan irgendwie unser hartnäckigster Verfolger. So ist nach dem November das nächste Spiel das Spitzenspiel in unserer Gruppe“, sagte Löw nach dem souveränen 2:0 gegen Nordirland.

Mit neun Punkten und 8:0-Toren ist der Weltmeister auf dem Durchmarsch zum nächsten WM-Turnier in zwei Jahren in Russland. Aserbaidschan hat sieben Punkte auf dem Konto. „Fakt ist auf jeden Fall, dass wir mittlerweile eine unglaubliche Dominanz in unserem System erreicht haben. Dass wir in der Lage sind, den Gegner so zu bespielen, wie wir ihn brauchen. Auf der anderen Seite ist unser Spiel variabel genug“, analysierte Löw in Hannover nach den jüngsten zwei Erfolgen gegen jene Gegner, die eigentlich als schärfste Kontrahenten in Ausscheidungs-Gruppe C angesehen wurden.

„Ich glaube, es war völlig in Ordnung, was wir abgeliefert haben. Wir waren größtenteils sehr konzentriert, fokussiert. Wir haben versucht, den Zuschauern immer nochmal etwas zu bieten“, erklärte der Münchner Verteidiger Mats Hummels. Die 42 132 Zuschauern hatten trotz des Regens viel Spaß am Spiel und vor allen den schönen Toren von Julian Draxler (13. Minute) sowie Sami Khedira (17.).

„Manchmal geben die Spiele das her. Wenn eine Mannschaft tief steht wie die Nordiren, dann muss man auch aus der zweiten Reihe kommen“, sagte Juventus-Routinier Khedira zu seinem besonderen Offensivdrang.

Löw will in den kommenden Monaten mit einer Doppelstrategie arbeiten, um sein Team fit zu machen für das Unternehmen Titelverteidigung 2018. „Beides ist wichtig: Dass die Mannschaft stabil bleibt und gnadenlos diese WM-Qualifikation durchzieht. Das gibt dann im Vorfeld des Turniers vielleicht das Gefühl der Sicherheit“, sagte der Bundestrainer. Zudem will er junge Spieler auf ein höheres Niveau bringen, „da haben wir im November und beim Confed-Cup die Gelegenheit“.

Im kommenden Monat stehen als Jahresabschluss noch die Qualipartie beim krassen Außenseiter San Marino (11.11.) und das Testspiel in Italien (15.11.) auf dem Spielplan. Zudem wird Löw schon einmal nach Russland reisen und sich dort umschauen. „Zum einen, was den Confed-Cup betrifft. Aber auch schon die Bedingungen für die WM, Quartier, Trainingsmöglichkeiten“, verriet der Bundestrainer. Die Voraussetzungen für das Direktticket sind schließlich geschaffen. (dpa)

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